Viel unterwegs

In die­ser Woche waren wir viel unter­wegs und es scheint so, als wür­de sich das noch zwei Wochen fort­set­zen. Wobei es da einen klei­nen Unter­schied gibt: Wäh­rend wir letz­te Woche an ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen in Peking teil­ge­nom­men haben, zieht es uns in den kom­men­den 14 Tagen (trotz Unter­richt) wei­ter weg.

Zunächst war ich (Ste­fa­nie muss­te noch einen Dia­log aus­wen­dig ler­nen) am ver­gan­ge­nen Mitt­woch zum monat­li­chen Stamm­tisch, bei dem sich Deut­sche tref­fen, die in Peking arbei­ten bzw. stu­die­ren. Dabei gab es auch einen kur­zen Vor­trag zum The­ma „Expat-Reisen”, bei dem ver­schie­de­ne Rei­se­zie­le inner­halb Chi­nas vor­ge­stellt wur­den. Inter­es­san­ter­wei­se haben wir abge­se­hen von der Hima­la­ya­über­que­rung (von Lha­sa nach Kath­man­du) schon alle ande­ren der vor­ge­stell­ten Rei­se­zie­le mehr oder weni­ger besucht.

Don­ners­tag­nach­mit­tag haben wir dann mit der AHK einen Aus­flug in Rich­tung Flug­ha­fen zu Ame­co Bei­ing gemacht. Die­se Fir­ma wur­de vor über 20 Jah­ren von Air Chi­na und Luft­han­sa gegrün­det und küm­mert sich um die Instand­hal­tung von Flug­zeu­gen. Zu sehen gab zum einen die Hal­le, in der die Flug­zeug­mo­to­ren über­holt wer­den, zum ande­ren aber auch den Flug­zeug­han­gar direkt am Roll­feld des Flug­ha­fens, in dem die Flug­zeu­ge ihre Sicher­heits­checks und Über­ho­lun­gen bekom­men. Da die Hangar­tür gera­de offen war, konn­te man hin­ter dem Roll­feld das Ter­mi­nal 3 des Flug­ha­fens sehen und hät­te an sich ein­fach so hin­über lau­fen kön­nen. (Wobei sich aber kurz außer­halb des Han­gars eine gel­be Linie befin­det, nach deren Über­schrei­tung man wohl recht bald mit der Flug­ha­fen­po­li­zei Bekannt­schaft macht.)

26042013900Am Frei­tag muss­ten wir dann das Unige­län­de nicht mal ver­las­sen, denn die „gro­ße wei­te Welt” hat­te sich auf dem Bas­ket­ball­platz der Uni ein­ge­fun­den, und zwar in Form eines Kul­tur­fes­tes. Bei die­sem gaben Stu­den­ten aus über 50 Natio­nen in über 100 Pavil­lons jeweils einen klei­nen Ein­blick in ihr Land. Neben­bei wur­de auf der Büh­ne über meh­re­re Stun­den Gesang und Tanz gebo­ten. Am deut­schen Stand konn­te man sich, eben­so wie an vie­len ande­ren, die deut­sche Flag­ge auf die Wan­ge malen las­sen. Und obwohl der deut­sche Stand an sich nicht beson­ders war, war die deut­sche Flag­ge auf alle Fäl­le am häu­figs­ten auf den Gesich­tern der Besu­cher zu sehen. Wir sel­ber haben auch etwas mit gehol­fen, indem wir eini­ge unse­rer Kom­mi­li­to­nen, dar­un­ter einen Fran­zo­sen, einen Ame­ri­ka­ner und einen Nie­der­län­der zu einer sol­chen Kenn­zeich­nung über­re­det haben. Ich habe mir außer­dem noch eine argen­ti­ni­sche Flag­ge zuge­legt, da die zwei Argen­ti­nie­rin­nen, die ihr Land ver­tra­ten, im ers­ten Semes­ter in mei­ner Klas­se waren.

Abschlie­ßend noch ein paar Sät­ze zu unse­ren kom­men­den Aus­flü­gen: Von Diens­tag bis Sams­tag die­ser Woche sind wir mit Wieb­ke und Fami­lie in Nan­dai­he. Wir wer­den ver­mut­lich viel Zeit am Strand ver­brin­gen, möch­ten aber ger­ne auch nach Shan­hai­gu­an zum öst­li­chen Ende der Gro­ßen Mau­er, wo die­se im Meer endet.

Am Mitt­woch der kom­men­den Woche set­zen wir uns dann ins Flug­zeug nach Urum­qi, um uns vier Tage lang eini­ge Orte ent­lang der Sei­den­stra­ße anzu­schau­en. Dabei geht es unter ande­rem auch nach Jiayu­gu­an, wo sich das Westende der gro­ßen Mau­er befin­det. Von bei­den Rei­sen wird es im Anschluss sicher­lich eini­ges zu berich­ten und auch eini­ge Fotos zu sehen geben.