Schulanfang ohne Zuckertüte

Der Urlaub ist vor­bei, das Stu­di­um hat uns wie­der — wir haben unse­re ers­te Woche Hoch­schu­le hin­ter uns. Dass wir aus­ge­las­tet waren, hat man ja an den feh­len­den Berich­ten gesehen.

Für mich (Mar­tin) ist es wie in der Grund­schu­le, nur dass die Leh­re­rin eine Spra­che spricht, die man nicht ver­steht. Mit „a,o,e,i,u,ü” beginnt bei uns noch immer fast jede Stun­de — und das voll­kom­men zu Recht. Denn von den unge­fähr zehn ver­schie­de­nen Natio­nen in mei­ner Klas­se, spricht wirk­lich jede selbst die Voka­le anders aus, und bei den Kon­so­nan­ten wird es meist noch schlim­mer. Dazu noch die vier Beto­nun­gen — es heißt also erst­mal: spre­chen ler­nen. Mit Schrei­ben geht es natür­lich auch los, zum einen die Umschrift (pinyin — 拼音), aber auch die chi­ne­si­schen Schrift­zei­chen (han­zi — 汉子). Ich habe damit auch schon eini­ge Blät­ter gefüllt, aber das geht (hof­fent­lich nur am Anfang) alles sehr lang­sam vor­an, bevor man sich ein Zei­chen mer­ken kann.

Spaß macht es trotz­dem rie­si­gen, ist halt nach drei Jah­ren Mathe­ma­tik­stu­di­um etwas voll­kom­men ande­res. Der Stun­den­plan (Klas­se 115) sieht zwar mit zwei Mal 90 Minu­ten täg­lich auf den ers­ten Blick sehr leer aus , aber da es in jedem Fach meist umfang­rei­che Haus­auf­ga­ben gibt, sitzt man oft noch­mal drei, vier, fünf Stun­den zu Hau­se. Also ein wirk­lich aus­fül­len­des Programm.

Für mich (Ste­fa­nie) fing die ers­te Woche nicht wirk­lich so rei­bungs­los und spa­ßig an. Ich wur­de viel zu hoch durch das Inter­view und den schrift­li­chen Test ein­ge­stuft. In der ers­ten Stun­de ver­stand ich nur Bahn­hof und es wur­de auch nicht bes­ser. In dem Aussprache-Unterricht (kouyu — 口语) ver­stand ich noch am meis­ten, doch für Hör­ver­ständ­nis (ting­s­huo — 听说), exten­si­ves (yue­du — 阅读) und inten­si­ves (jing­du — 精读) Lesen reich­te es nicht mehr.

So ver­such­te ich dann am Don­ners­tag mei­nen Kurs zu wech­seln, doch mei­ne Klas­sen­leh­re­rin war par­tout dage­gen. Sie mein­te, dass ich mich schon dar­an gewöh­nen wür­de. Doch da sah ich schwarz: Ich ging ins Büro für Stu­di­en­an­ge­le­gen­hei­ten, weil man dort im Gegen­satz zu den Leh­rern Eng­lisch spre­chen kann. Und sie­he da, nach einer etwas län­ge­ren Dis­kus­si­on durf­te ich wech­seln und jetzt macht es auch mir rich­tig Spaß!

Zu den Stun­den, die ihr auf dem Plan für die Klas­se 134 sehen könnt, hab ich noch zwei eng­lisch­spra­chi­ge Wirt­schafts­kur­se je  150 Minu­ten gewählt, das geht dann alles nächs­te Woche rich­tig los. Uns wird also nicht lang­wei­lig und wir wer­den erst ein­mal nicht mehr so viel von der Umge­bung sehen, aber die Wochen­en­de wol­len wir dann umso mehr nutzen!

2 Gedanken zu „Schulanfang ohne Zuckertüte

  1. Hal­lo, Ihr zwei Schulanfänger,
    damit Euch der Angang nicht ganz so schwer fällt, ist ges­tern eine Zück­er­tü­te in Form eines Päck­chens zu Euch auf Rei­sen gegan­gen. Also freut euch auf Euer ers­tes West­pa­ket!!! Der Inhalt erin­nert mich auch ein bischen an die Vor­wen­de­zeit und ich bin gespannt, ob es heil ankommt. 

    Vie­le lie­be Grü­ße Mut­ti Sigrun

  2. Ich wün­sche einen wun­der­schö­nen, guten Abend. Ich dach­te ich ver­ewi­ge mich hier mal und dan­ke euch auf die­sem Weg für euer Geschenk und eure e‑mail. Hab mich gefreut das ihr es net ver­ges­sen habt. Ich hof­fe es geht euch so gut wie mir, tschööö. Markus

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