Treffen im Süden

In der ver­gan­ge­nen Woche hat mich Ste­fa­nie in Chi­na besucht. Oder viel­leicht soll­te ich bes­ser sagen, dass ich sie wäh­rend ihrer Dienst­rei­se in Chi­na besucht habe. Auf alle Fäl­le haben wir uns in Hang­zhou und Wenz­hou getroffen.

Tags­über hat Ste­fa­nie Fabri­ken für Kratz­bäu­me und Ähn­li­ches besucht, wäh­rend ich mir die bei­den Städ­te ange­schaut habe. Hang­zhou ist als eine der schöns­ten Städ­te Chi­nas — vie­le, auch vie­le Chi­ne­sen, sagen die schö­nes­te Stadt Chi­nas — bekannt und dem will ich auch nicht wider­spre­chen. Ich bin am West­see ent­lang gelau­fen, über die nahe gele­ge­nen Hügel gewan­dert und habe mir Tem­pel und Muse­en angeschaut.

Die Stadt Wenz­hou ist in Deutsch­land wohl eher unbe­kannt und falls doch, dann nur durch den Unfall auf der Schnell­bahn­stre­cke direkt in der Nähe. (Wir sind übri­gens bei­de auf dem Hin- und Rück­weg genau die­se Stre­cke gefah­ren.) Wenz­hou ist eine mehr oder weni­ger typi­sche Stadt an der Ost­küs­te und hat mir eigent­lich ganz gut gefallen.

Nach vier Tagen muss­ten wir dann aber wie­der von­ein­an­der Abschied neh­men. Ste­fa­nie ist über Hong­kong wie­der nach Mün­chen geflo­gen und ich bin nach einem kur­zen Stopp in Peking wie­der nach Tian­jin zurückgekehrt.

Wäh­rend der Zeit in Peking habe ich unter ande­rem dem Natio­nal­mu­se­um einen Besuch abge­stat­tet. In die­sem Muse­um war 2011 die Aus­stel­lung „Die Kunst der Auf­klä­rung” zu sehen, zu der es eini­ge Kon­tro­ver­sen in Deutsch­land gab. Bei mei­nem Besuch gab es neben den ver­schie­de­nen chi­ne­si­schen Dau­er­aus­stel­lun­gen auch flä­mi­sche Male­rei und Expo­na­te des Lou­vre über die Zivi­li­sa­tio­nen rund ums Mit­tel­meer zu sehen.