Das war Lijiang

Hier ein paar mehr Bil­der aus der Zeit von vor drei Wochen, als Ste­fa­nie, mein Bru­der, mein Vater und sei­ne Freun­din mich in Chi­na besucht haben. Zur Erin­ne­rung, der Rei­se­pass der Freun­din mei­nes Vaters war ver­lo­ren gegan­gen, daher muss­ten sich die Her­ren allein auf den Weg nach Lijiang, am süd­öst­li­chen Aus­läu­fer des Hima­la­ya gele­gen, machen, wäh­rend die Damen in Peking auf ein neu­es Visum warteten.

Obwohl wir also unter ungu­ten Vor­zei­chen in das auf ca. 2400 Meter Höhe lie­gen­de Lijiang geflo­gen sind, hat uns die Stadt sehr gefal­len. Gewohnt haben wir in einer Jugend­her­ber­ge gleich am Ran­de der Alt­stadt, die 1996 durch ein Erd­be­ben größ­ten­teils zer­stört und im Anschluss „im alten Stil” wie­der auf­ge­baut wurde.

In den vie­len Gas­sen der Alt­stadt — die eng genug sind, damit die­se auto­frei ist — kann man stun­den­lang kreuz und quer gehen und immer wie­der schö­ne Fleck­chen ent­de­cken. Zwar trifft man auf den Haupt­rou­ten auch vie­le Tou­ris­ten­grup­pen, etwas abseits davon ist es aber gleich wie­der ruhiger.

Was man von vie­len Orten der Alt­stadt und vor allem vom klei­nen Berg am Ran­de die­ser sieht, ist der Jade­dra­chen­schnee­berg. Die­ser fast 6000 Meter hohe Berg soll das belieb­tes­te Foto­mo­tiv Süd­chi­nas sein und fehlt in kei­nem Reiseführer.

Aller­dings sieht man den Berg dort meist voll­stän­dig und dazu auch noch sich im Was­ser des Sees eines Par­kes gleich nörd­lich der Alt­stadt spie­gelnd. Ers­te­res war uns lei­der trotz an sich ganz guten Wet­ters an allen drei Tagen nicht ver­gönnt. Und zwei­te­res, ein wirk­lich deut­li­ches Spie­gel­bild, ver­hin­der­ten die Wel­len des künst­li­chen Zufluss des Sees.

Trotz­dem hat uns die Stadt begeis­tert. Nicht zu groß, man kann die meis­ten Attrak­tio­nen zu Fuß errei­chen, und dazu das gan­ze Jahr über mit sehr ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­stat­tet. Da muss ich also mit Ste­fa­nie auf alle Fäl­le noch ein­mal hin, zumal wir die­ses Mal auch kei­ne Zeit für ande­re Städ­te in der Umge­bung wie Deqin und Dali hatten.