Zu Besuch an der schönsten Uni Chinas

Es war zwar kein Urlaub, aber ich muss zuge­ben, es hat sich fast so ange­fühlt: Vor nun­mehr zwei Wochen waren ins­ge­samt 13 Pro­fes­so­ren und Post­docs des Cen­ter for Com­bi­na­to­rics nach Xia­men ein­ge­la­den, um an einem Work­shop dort teil­zu­neh­men. Die Uni­ver­si­tät in Xia­men ist unter ande­rem für ihren Cam­pus bekannt, der direkt zwi­schen dem Strand und einem bewal­de­ten Hügel liegt und als der schöns­te Cam­pus Chi­nas gilt. Ich kann dem nicht wie­der­spre­chen — ken­ne aber auch gera­de mal ein Dut­zend Unis in Chi­na aus eige­ner Erfahrung.

Außer­dem hat­ten wir einen Tag Zeit, um uns die Rund­dör­fer in der Nähe von Xia­men anzu­schau­en. Neben die­sen wohl ein­zig­ar­ti­gen Gebäu­den war auch die Land­schaft dort sehr sehens­wert. Aller­dings auch sehr touristisch.

Gear­bei­tet wur­de natür­lich auch, einen Tag gab es Vor­trä­ge über Gra­phen­theo­rie und angren­zen­de The­men. Bevor es nach Hau­se ging, wur­de außer­dem noch Obst ein­ge­kauft, das dann unter den Teil­neh­mern ver­teilt wur­de. So konn­te ich mich in den dar­auf­fol­gen­den Tagen an Man­gos mit sehr klei­nen fla­chen Ker­nen, Loquat (Japa­ni­sche Woll­mis­pel) und einer ande­ren Frucht, die ich noch nie zuvor gese­hen hat­te, satt essen.

Das war also mei­ne ers­te Kon­fe­renz aus Chi­na in Chi­na. Es war sowohl von den Leu­ten hier als auch dort toll orga­ni­siert, zum Bei­spiel die Trans­fers zu und von den Flug­hä­fen, Über­nach­tung sowie Essen. Ich bin an den Tagen de fac­to ohne Geld aus­ge­kom­men und eine Rei­se­kos­ten­ab­rech­nung nach der Rei­se war ent­spre­chend auch nicht notwendig.

Ach ja, am Wochen­en­de geht es wie­der zu einem klei­nen Work­shop, die­ses mal nach Linyi in der Pro­vinz Shan­dong. Das habe ich auch noch nie gehört, soll aber auch eine Groß­stadt mit ca. 11 Mil­lio­nen Ein­woh­nern auf einer Flä­che so groß wie Sach­sen sein.