Da war noch eine Konferenz

Nach­dem wir vor drei Wochen bereits (in gro­ßer Run­de) in Xia­men waren, ging es am letz­ten Wochen­en­de zu dritt nach Linyi. Dies liegt für chi­ne­si­sche Ver­hält­nis­se gleich in der Nähe, nicht ganz zwei Stun­den mit dem Schnell­zug und eben­so lan­ge mit dem Auto und schon waren wir dort.

Am Frei­tag­mit­tag in Linyi ange­kom­men gab es erst ein­mal (viel zu viel) Essen und danach ein wenig Zeit zur Erho­lung. Am Nach­mit­tag waren wir dann auf dem Cam­pus, haben den (ich wür­de sagen) Fach­grup­pen­lei­ter für Mathe­ma­tik getrof­fen und mein Pro­fes­sor hat einen Ein­füh­rungs­vor­trag zur Gra­phen­theo­rie gehal­ten. Am Abend stand dann wie­der ein gro­ßes Essen (und Trin­ken) auf dem Plan. Dabei ver­su­che ich mich natür­lich den chi­ne­si­schen Sit­ten so weit wie mög­lich anzu­pas­sen. Ent­spre­chend war auch in mei­nem Glas (auf dem ers­ten Bild vorn) kein Was­ser son­dern 50 %-iger Reis­schnaps. Nach dem Essen ging es (zumin­dest für eini­ge) zur Karao­ke und ich habe mich auch an eini­gen chi­ne­si­schen Lie­dern ver­sucht — zumin­dest soweit es mei­ne Zei­chen­kennt­nis­se erlaubt haben. (Die Lied­tex­te wer­den oft in Lang­zei­chen ange­zeigt, sie­he das zwei­te Bild, das macht es für mich auch nicht einfacher.)

Am nächs­ten Tag, dem Sams­tag, stan­den dann die Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm und am Abend wie­der ein gemein­sa­mes Essen. Danach habe ich aber auf die Karao­ke ver­zich­tet. Bezie­hungwei­se, um ehr­lich zu sein, habe ich das nicht rich­tig mit­be­kom­men, dass das wirk­lich wie­der geplant war.

Das Tou­ris­ten­pro­gramm am Sonn­tag hat uns zum Mengs­han geführt, einem Berg der (zumin­dest von den Ein­hei­mi­schen) als zwei­ter Tais­han (einer der hei­li­gen chi­ne­si­schen Ber­ge) bezeich­net wird. Er ist zwar nicht ganz so hoch und auch nicht ganz so schön, dafür aber auch nicht so über­lau­fen. Nach dem Mit­tag­essen ging es in ein Natur­kun­de­mu­se­um in dem Kris­tal­le und Fos­si­li­en aus Chi­na aus­ge­stellt wurden.

Die meis­ten der nicht abge­schlos­se­nen Aus­stel­lungs­stü­cke sind zwar nur Kopien gewe­sen, weil es zu gefähr­lich wäre die Ori­gi­na­le aus­zu­stel­len (bzw. die Ver­si­che­rung zu teu­er), trotz­dem war es ganz lus­tig mal (wie­der) ein Dino­sau­ri­er­ske­lett zu sehen. Das ers­te Mal hat­ten wir die­se Chan­ce näm­lich gemein­sam vor einer gefühl­ten Ewig­keit in Hohhot. Das war auf unse­rer ers­ten Rei­se außer­halb Pekings in die Inne­re Mogo­lei Anfang Okot­ber 2006, lang lang ist es her.