Schon 1, 2, 3 Wochen Studium

Und auf ein­mal geht es ganz schnell: Wäh­rend die ers­te Stu­di­en­wo­che noch ganz lang­sam ver­ging, sind die letz­ten zwei Wochen förm­lich an uns vor­bei­gerast. Mit­neh­men konn­ten wir trotz­dem so eini­ges: neben vie­len neu­en Voka­beln auch eini­ge Din­ge, die hier etwas anders sind als zu Hau­se, aber des­we­gen nicht schlechter!

Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren 1: Wie ganz Bei­jing, ist auch der Cam­pus noch an man­chen Stel­len nicht ganz fer­tig. Aber es geht vor­an: Denn was am mor­gen noch ein Acker ist, kann hier am Nach­mit­tag dank Roll­ra­sen und der Arbeit von 30 Gärt­ner und viel Was­sen schon fast wie eng­li­scher Rasen aussehen.

Schul­ge­bäu­de: Das hät­ten eini­ge deut­sche Rau­cher sicher­lich auch gern: Zum einen darf im gesam­ten Schul­ge­bäu­de außer den Klas­sen­zim­mern geraucht wer­den, zum ande­ren gibt es die Ziga­ret­ten gleich in der Kan­ti­ne — und das zu orts­üb­li­chen Prei­sen: Sprich die Schach­tel Ziga­ret­ten kos­tet nur 10 Cent mehr als ein Kaf­fee, näm­lich 40 Cent.

Für den Hun­ger: So eine Men­sa ist schon prak­tisch, und dass nicht nur mit­tags. Daher kann man hier in der Men­sa auch zum Früh­stück und zum Abend­essen etwas bekom­men. Und am Vor­mit­tag gibt es außer­dem noch eine gro­ße Aus­wahl an Kuchen. Ein­fach lecker, ein­mal konn­ten wir einer Art Schwarz­wäl­der Tor­te ein­fach nicht wiederstehen.

Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren 2: Auch wenn am Mor­gen vom Dach eines Wohn­hei­mes ein Stein abbricht und nach unten fällt (und kei­nen ver­letzt) ist schnel­le Hil­fe in Sicht. Wäh­rend man in Deutsch­land wohl Angst haben müss­te, dass das Haus gesperrt wird, ist hier das Gebäu­de fast noch am glei­chen Tag über eine Län­ge von fast 100 Metern bis zum sechs­ten Stock ein­ge­rüs­tet und die Bau­ar­bei­ter sind schon am Werk. Doch das Gerüst ver­fügt nur auf der letz­ten Stu­fe über Tritt­flä­chen, bit­te fragt uns jetzt nicht, wie die Arbei­ter da hoch kom­men. Klet­tern vielleicht…

Ler­nen und Haus­auf­ga­ben: Ein wenig fühlt man sich hier als Stu­dent schon in die (Grund-)Schule zurück ver­setzt. Als Anfän­ger sowie­so, denn da geht es mit Spre­chen und Schrei­ben ler­nen los. Aber dar­über hin­aus gibt es hier ordent­lich Haus­auf­ga­ben, die auch regel­mä­ßig kon­trol­liert wer­den. Und in jeder zwei­ten Stun­de (also ein­mal täg­lich) ein Dik­tat, das eben­falls bewer­tet wird — da fehlt es also nicht am „Druck” zum Lernen.

Wie gesagt. Es ist eini­ges anders hier, und die Inter­na­tio­na­li­tät und Auf­ge­schlos­sen­heit der Chi­ne­sen tut ihr übri­ges. Aber es gibt eigent­lich nichts, was einen den Cam­pus in Zwi­ckau oder Mitt­wei­da ver­mis­sen lässt.

4 Gedanken zu „Schon 1, 2, 3 Wochen Studium

  1. Hey was hört man da, lecker Essen von Mor­gens bis Abends??????

    Na dann passt mal schön auf das ihr nicht „kugel­rund” wie­der in die Hei­mat kommt.… 🙂

    Lasst es euch gut gehen.… bis demnächst

  2. Nicht zu ver­ges­sen das irgend­wel­che Gebae­u­de schon­mal in 2 Tagen einen neu­en Ein­gang beko­men koen­nen. Was Mon­tag noch eine unschein­ba­re Rasen­flae­che ist vor der sich im Lau­fe des Tages mehr und mehr Bau­ma­te­ria­li­en ansam­meln kann am Mitt­woch schon ein neu­er kreis­run­der Ein­gang zum Gebae­u­de dahin­ter sein .. =)

  3. hey ihr beijinger,

    also ich möch­te hier jetz auch mal was pos­ten und zwar, dass ich auch recht zufrie­den mit den Mensen an der Tong­ji bin (es soll ja auch stu­den­ten geben, die schon auf­ge­ge­ben haben noch­mal chi­ne­si­sche lecke­rei­en aus der schul­kü­che zu pro­bie­ren 😉 .…mmmh, alte shang­hai­er Nudeln.…yammi), aber ich trotz­dem das lecke­re käse­schnit­zel und die pilz­ta­sche in unse­rer Zwi­ckau­er Men­sa vermisse.…achja, und die Küchen­frau­en hier sind bei wei­tem nich so nett wie die klei­ne run­de rot­haa­ri­ge von der Kasse 😉

    That’s it.…bis bald mal wieder.…viele grü­ße aus dem Süden 😉

  4. ..möcht mal noch ergän­zen, dass die Bau­ar­bei­ten bei der 2. Schön­heits­re­pa­ra­tur frü­her wie der Hahn auf­ste­hen.. und das macht sich bei man­geln­der Iso­la­ti­on dann doch bemerk­bar, wenn ab 5 Uhr Nachts auf mei­nem Dach rum­ge­häm­mert wird — und das selbst­ver­ständ­lich auch am Wochenende 🙂

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