Schön, dass es auch in Peking Goethe gibt

Eigent­lich gibt es immer etwas zu tun: Sight­see­ing, Ler­nen, E‑Mails schrei­ben oder ähn­li­ches. Aber komi­scher Wei­se fin­den wir hier trotz­dem sehr viel Zeit zum Lesen, auch wenn gera­de ich ein Buch oft als Aus­weg vor einem Lehr­buch in die Hand nehme.

Dem­entspre­chend war unser Vor­rat an Büchern, die wir mit den 20 kg Gepäck pro Per­son mit her­neh­men konn­ten, schnell auf­ge­braucht, obwohl sich Ste­fa­nie mit zwei Wer­ken über Chi­na und ich mich mit zwei Mathe­bü­chern ein­ge­deckt hatten.

Aber zum Glück gibt es auch in Peking eine Goethe-Institut als welt­weit täti­ges Kul­tur­in­sti­tut der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, dass sich der För­de­rung der deut­schen Spra­che im Aus­land ver­schrie­ben hat und daher auch hier in Peking über eine klei­ne Biblio­thek verfügt.

Dort waren wir vor­ges­tern bereits zum drit­ten Mal und haben nach zwei Stun­den Zeit­schrif­ten­lek­tü­re wie­der mal einen klei­nen Bestand an Büchern mit­ge­nom­men — bunt gemischt, von chi­ne­si­scher Medi­zin bis zu Tho­mas Manns „Bud­den­brooks”.

[inspic=767,left,fullscreen,250]Aber auch aus Deutsch­land sind mit den ers­ten „Gast­fa­mi­li­en” hier noch zwei Mathe­bü­cher für mich ein­ge­trof­fen, so dass ich mich mal wie­der etwas mit mei­nem „ande­ren” Stu­di­um beschäf­ti­ge, denn da steht ja im Okto­ber auch noch ein Semes­ter und eine Diplom­ar­beit an.

Zeit dafür habe ich im Moment ja gera­de, denn am Mon­tag beginnt schon Ste­fa­nies Prak­ti­kum, mein Sprach­stu­di­um geht aber erst in sie­ben Wochen wei­ter. Da wird sich neben mei­ner Tätig­keit als Haus­mann sicher­lich Zeit fin­den zum Lesen.

Auch das Bestel­len, zum Bei­spiel bei Ama­zon, ist theo­re­tisch kein Pro­blem. Die Schwie­rig­kei­ten kün­di­gen sich aber bereits für den Rück­weg an. Denn da auch noch eini­ge Lehr­bü­cher und zwei Bild­bän­de über Chi­na unse­ren Bücher­be­stand erwei­tert haben, könn­ten wir ver­mut­lich die Hälf­te unse­rer gemein­sa­men 40 kg Gepäck mit Büchern fül­len, aber wohin dann mit den ande­ren Sachen?

Wer also im Som­mer noch nix vor­hat, den laden wir ganz herz­lich ein, sich Peking anzu­schau­en. Wir spie­len ger­ne Rei­se­füh­rer, und wür­den dann jedem noch das eine oder ande­re Kilo auf dem Rück­weg anvertrauen. 😉