Chance genutzt

Bei einem Mee­ting am Mon­tag wur­de ich beläu­fig gefragt, ob ich denn nicht Lust und Zeit hät­te am Don­ners­tag und Frei­tag mit nach Tian­jin (100 km süd­öst­lich von Bei­jing) zu fah­ren. — Kei­ne Fra­ge, na klar bin ich da dabei! 🙂 Soviel bekommt man bei einem gewöhn­li­chen Prak­ti­kum nor­ma­ler­wei­se nicht zu sehen, also nutz­te ich die­se Chance. 

Am Don­ners­tag­mor­gen fuh­ren wir mit dem Fah­rer nach Tian­jin. Zuerst stand wie­der ein Mee­ting auf dem Pro­gramm, nach dem Mit­tag ging es dann zum ers­ten Kun­den. Ich arbei­te in der Ver­kaufs­ab­tei­lung und so kann ich die Ver­hand­lun­gen zwi­schen DHL Glo­bal For­war­ding und den Kun­den manch­mal mit­ver­fol­gen. Das macht rich­tig Spass und ist sehr inter­es­sant, weil man gleich auch noch die Fir­men in Nord­chi­na kennenlernt.
Nach zwei Kun­den­be­su­chen und einer Dis­kus­si­on über ein Ange­bot ver­lie­ßen wir TEDA (Tian­jin Eco­no­mics Deve­lo­p­ment Area — ziem­lich trost­los) und quar­tier­ten uns im 5‑Sterne-Hyatt-Hotel ein. Das war für mich natür­lich ein Erleb­nis der Extra­klas­se, nicht nur weil ich seit fünf Mona­ten das ers­te Mal wie­der geba­det habe, son­dern auch weil das Früh­stück vom feins­ten war. 

Nach den Ter­mi­nen am Frei­tag traf ich mich mit Mar­tin am Bahn­hof in Tian­jin — ganz ohne Pro­ble­me (auch ohne Han­dy 😉 ) und ver­brach­ten den Abend mit Caro, einer Kom­mi­li­to­nin aus Zwi­ckau, die gera­de ihr Prak­ti­kum bei Flen­der (Sie­mens) absol­viert. Bei Tian­ji­ner Spe­zia­li­tä­ten und spä­ter bei ein paar Drinks in einer gemüt­li­chen Bar tausch­ten wir uns über die Erfah­run­gen der ers­ten drei Wochen aus. 

Am Sams­tag genos­sen wir dann gemein­sam das wun­der­ba­re Früh­lings­wet­ter, um die sonst so tris­te und maus­graue Stadt etwas naher ken­nen­zu­ler­nen. Wir haben sogar noch rich­tig schö­ne Sei­ten von Tian­jin ent­deckt. Alles in allem ein rich­tig schö­nes Erlebnis.