Die Beschallung wurde gewechselt

Wie wir es bereits ver­mu­tet hat­ten, war Sonn­tag der letz­te gro­ße Tag hier in Peking für Feu­er­wer­ke und Knal­ler. Denn ges­tern war es den gan­zen Tag ruhig, nichts zu hören von irgend­wel­chen wei­te­ren Res­ten. Ob das jedes Jahr so gut funk­tio­niert und ob die Tat­sa­che, dass seit ges­tern auch die Par­tei in Peking tagt, damit zu tun hat, wis­sen wir aller­dings nicht.

So ganz ohne Beschal­lung geht es aber trotz­dem nicht, denn gleich­zei­tig gehen die Vor­be­rei­tun­gen auf dem Cam­pus für das neu­es Semes­ter in die letz­te Pha­se. Bei­de Super­märk­te haben schon wie­der geöff­net, der „Copy­shop” bie­tet wie­der sei­ne Diens­te an und auch das Restau­rant macht sich für die ers­ten hung­ri­gen Stu­den­ten bereit. Und — was hier eben­falls zum All­tag gehört — es gibt wie­der die täg­li­che Por­ti­on Musik über die Unilautsprecher. 

Jeden Tag zwei Mal — ich glau­be ein­mal 12.00 Uhr, wenn alle Mit­tags­pau­se haben und ein­mal am spä­ten Nach­mit­tag — gibt es eine Stun­de „Gedu­del”. Die Musik ist dabei nicht unbe­dingt schlecht, es gibt abwech­selnd chi­ne­si­sche und west­li­che Titel, aber an der Abwechs­lung fehlt es. Im Moment habe ich noch Text­pro­ble­me, aber spä­tes­tens in zwei Wochen kann ich dann wie­der alles mitsingen.

Außer­dem sind die Laut­spre­cher hier so ein­ge­stellt, dass an Mit­tags­schlaf wäh­rend die­ser Zeit nicht wirk­lich zu den­ken ist. Das gilt auch für unse­re Woh­nung, zwar außer­halb des Unige­län­des liegt, aber direkt dar­an angrenzt.

Was jetzt bes­ser ist, Knal­ler am Abend oder „Herz­schmerz­mu­sik” am Tag, ist schwer zu sagen — und aus­su­chen kann man es sich ja sowie­so nicht.