Auf den Spuren der Geschichte und des Frühlings

Da uns am Wochen­en­de das son­ni­ge Früh­lings­wet­ter raus­ge­lockt hat, haben wir uns den Rei­se­füh­rer vor­ge­nom­men und geschaut, was uns noch auf der Lis­te fehlt. Daher haben wir uns am Sams­tag — mit dem Bus­plan „bewaff­net” — bis an die Mar­co Polo-Brücke (Lugo­u­qiao) 15 Kilo­me­ter süd­west­lich von Peking „durch­ge­kämpft”. Die­se Brü­cke beschrieb Mar­co Polo 1290 über­schweng­lich mit „…Kei­ne zwei­te auf der Welt kann sich mit ihr ver­glei­chen…” Die­se Brü­cke erlang­te jedoch auch trau­ri­ge Berühmt­heit, denn am 7.Juli 1937 ver­an­lass­te ein von den Japa­nern pro­vo­zier­ter Schuss­wech­sel den Beginn des Zwei­ten Welt­kriegs in Asien.
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Nach­dem wir das aus­ge­dörr­te Fluss­bett des Yongding-Flusses und die 485 ver­schie­de­nen Löwen­köp­fe begut­ach­tet hat­ten, fuh­ren wir zurück in die Stadt und mach­ten uns auf die Suche nach dem Hel­den­fried­hof Babaos­han (Babaos­han Lei­shi Gong­mu). Dort sind der letz­te Qing-Kaiser Puyi und vie­le Grö­ßen der Par­tei bebe­gra­ben. Bei der üppi­gen Blu­men­pracht auf fast allen Grä­bern fiel es uns schwer, die besag­ten aus­zu­ma­chen. Ganz egal, wir haben nun auch einen Ein­druck von die­sem Abschnitt des Lebens, der auch dazu­ge­hört, wenn man etwas über eine frem­de Kul­tur ler­nen möchte.
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Auf dem Rück­weg fuh­ren wir mit dem Bus an einem Park vor­bei, der am west­li­chen drit­ten Ring gele­gen ist, und wun­der­ten uns über den rie­si­gen Men­schen­an­sturm. Neu­gie­rig wie wir sind, fass­ten wir den Plan, uns am Sonn­tag­mor­gen zei­tig aus dem Bett zu „quä­len”, um gegen 6.15 Uhr mit dem Bus los­zu­fah­ren. Obwohl wir schon kurz vor 7.00 Uhr am Yuyuan­tan Park (Yuyuan­tan Gon­gyu­an) anka­men, waren schon eini­ge Chi­ne­sen unter­wegs. Die meis­ten waren — wie wir — gekom­men, um die herr­lich blü­hen­den Kirsch­bäu­me zu foto­gra­fie­ren. Ande­re mach­ten ihren Früh­sport, bei dem das Pro­gramm von Jog­gen, Tan­zen, Tai­ji und Schwim­men im See (Übri­gens die ers­ten Chi­ne­sen, die wir in Bade­out­fit sahen) reich­te. Alles in allem war das ein gro­ßes Erleb­nis, denn auch das brach­te uns einen Schritt näher zum (noch weit enfern­ten) Ziel des Chinakenners.
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Da wir vom Park aus, das Mili­tär­mu­se­um und das Mil­le­ni­ums­mo­nu­ment schon erbli­cken konn­ten, rich­ti­ges Foto­wet­ter war und wir ja noch den gan­zen Tag vor uns hat­ten, erwei­ter­ten wir unser Sonn­tags­pro­gramm um einen Abste­cher zum und ins Mil­le­ni­ums­mo­nu­ment. An dem einen Ende des Monu­ments sieht man eine rie­si­ge Son­nen­uhr und am ande­ren Ende brennt die „Hei­li­ge Flam­me des Vol­kes”, die ewig bren­nen soll und an die Unver­gäng­lich­keit des chi­ne­si­schen Vol­kes erin­nern soll. Im Monu­ment schau­ten wir uns drei Aus­stel­lun­gen an: Eine zeig­te Expo­na­te zum The­ma „Hoch­kul­tu­ren”, wobei die­se aus inter­na­tio­na­len Muse­en nach Bei­jing gebracht wur­den. Die zwei Foto­aus­stel­lun­gen über „New Bei­jing” und „Xin­jiang” (nord­west­li­che Pro­vinz Chi­nas, mit Ein­flüs­sen aus allen angren­zen­den Län­dern) lie­ßen wir uns auch nicht entgehen.
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Den Rest des Wochen­en­des lie­ßen wir dann ganz ruhig aus­klin­gen, um wie­der fit in die nächs­te Woche star­ten zu können.

2 Gedanken zu „Auf den Spuren der Geschichte und des Frühlings

  1. heho.…. hier muss man jetzt auch noch rech­nen um euch eine kur­ze bot­schaft zu schreiben .….:)

    wie geht es euch schlitzaugen?
    bei uns wirds nun lang­sam auch sommer.…mit stu­die­ren ist da lei­der nicht mehr viel…;)

    seid lieb gegrüßt!

    knutsch

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