Vor und zurück

Als wir vor etwas mehr als einem Jahr Mitt­wei­da ver­las­sen haben, da war klar, dass wir 12 bzw. 13 Mona­te spä­ter wie­der den Weg zurück fin­den wer­den. Heu­te nun ver­las­sen wir Peking in einer etwas unsi­che­re­ren Gefühlslage.

An einem besteht kein Zwei­fel, wir sind hier zu Hau­se gewe­sen, auch wenn es viel mit einem lan­gen Urlaub gemein­sam hat­te, in dem wir zur Stei­ge­rung sogar noch „klei­ne Urlau­be vom Urlaub” machen durften.

Natür­lich freu­en wir uns auch wie­der auf Mitt­wei­da, dass für uns ver­mut­lich am Anfang sogar mehr Über­ra­schun­gen bereit hält, als es unser Stadt­vier­tel hier noch tun könn­te. Aber wir schau­en mit einem Auge auch schon wie­der auf den Kalen­der, wann man denn für ein paar Wochen, Mona­te oder doch noch ein­mal ein Jahr wie­der hier her zurück­keh­ren kann.

Da wer­den vie­le fra­gen, was denn so schön an die­ser, in den deut­schen Medi­en nicht gera­de für ihre Lebens­qua­li­tät gelob­ten, Groß­stadt ist. Aber das lässt sich schwer beschrei­ben, eher erle­ben, und so haben viel­leicht zumin­dest unse­re vie­len Besu­cher, über die wir uns sehr gefreut haben, einen Ein­drück bekom­men, was uns wie­der hier her zie­hen wird.

Außer­dem sind da natür­lich noch Wieb­ke und ihre Fami­lie, die wir ges­tern Abend noch ein­mal tref­fen konn­ten und mit denen wir bei unse­ren vie­len Begeg­nun­gen eine sehr schö­ne Zeit hat­ten. Und denen wir eigent­lich schon ver­spro­chen haben im nächs­ten Jahr mal wie­der in ihrer Woh­nung am Duft­berg vor­bei­zu­schau­en, und die­ses Ver­spre­chen wol­len wir sehr ger­ne halten.

Zuvor müs­sen wir aber erst noch ein wenig stu­die­ren und unse­re Diplom­ar­bei­ten schrei­ben, aber ver­mut­lich sind die anste­hen­den Olym­pi­schen Spie­le in unse­re (nun bald wie­der nur) zwei­ten Hei­mat Peking die bes­te Motivation.

Damit aber genug mit dem Blick in die fer­ne Zukunft. Denn in der nahen Zukunft fährt in etwas mehr als zwei Stun­den ein Zug vom Pekin­ger West­bahn­hof ab, der uns nach Cheng­du brin­gen wird — zu den Gro­ßen Pan­das, dem Gro­ßen Bud­dha und vie­len Naturschönheiten. 

Und somit ärgern wir uns weni­ger dar­über, dass wir jetzt Peking ver­las­sen müs­sen, son­dern freu­en uns auf die neu­en Erleb­nis­se im Süden Chi­nas. Ganz ähn­lich wie vor einem Jahr, als wir Deutsch­land mit viel Vor­freu­de auf das „Reich der Mit­te” ver­las­sen haben.

Alles Gute und bis bald in Deutsch­land sagen
Ste­fa­nie und Martin.