Einstufungstest, Einrichtung, Eric und Erfahrungen

…die­se 4 Wor­te fas­sen den ver­gan­ge­nen Diens­tag recht gut zusam­men. Nach einem Früh­stück aus 油条儿 和 豆浆 (Teig­stan­gen in Öl geba­cken und war­me Soja­milch) in der Nach­bar­schaft star­te­te um 8 Uhr der Ein­stu­fungs­test in der Uni. Es wur­den Hör­ver­ständ­nis, Gram­ma­tik und Satz­stel­lung abge­fragt. Wie erwar­tet war der Test recht schwer, aber wir sind zuver­sicht­lich, denn mor­gen wer­den wir erfah­ren, in wel­cher Stu­fe wir unse­ren Sprach­kurs begin­nen. Weil uns das Wet­ter einen wei­te­ren Tag mit tol­lem blau­en Him­mel, Son­nen­schein und Weit­sicht begrüßt, wur­den noch ein paar Schnapp­schüs­se vom Cam­pus­ge­län­de gemacht. Im Anschluss mach­ten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum IKEA, um noch ein paar Klei­nig­kei­ten für unser Zim­mer zu besor­gen. Wir sind durch die Gän­ge gebum­melt und haben Chi­ne­sen beim Ein­kau­fen, beim Schla­fen in Aus­stel­lungs­bet­ten und beim Inspi­zie­ren von diver­sen unbe­kann­ten Küchen­uten­si­li­en beob­ach­tet – das war ein tol­les Erlebnis.

Am Abend stand eine Ein­la­dung zum Essen von Eric (ein ehe­ma­li­ger Mit­stu­dent aus Zwi­ckau) auf dem Pro­gramm. Auf der soge­nann­ten „Roten-Laternen-Straße“ gab es nicht nur Feu­er­topf (eine Art Fon­due) mit und ohne Frosch­fleisch 🙂 son­dern noch eini­ge ande­re Köst­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel einen frisch zube­rei­te­ter Fisch. Für uns war es nicht nur ein gesel­li­ger Abend, wir konn­ten auch eini­ges über chi­ne­si­sche Umgangs­spra­che und Tisch­sit­ten ler­nen. Ange­fan­gen vom Essen ver­tei­len (am bes­ten gibt man den ande­ren zuerst etwas auf den Tel­ler und nimmt sich erst dann selbst), Ansto­ßen (man erweist dem Gegen­über Respekt, wenn man das eige­ne Glas nied­ri­ger hält als der ande­re), Umgang mit Frau­en (in einer rei­nen Män­ner­run­de wird man als Frau wesent­lich weni­ger ins Gespräch ein­be­zo­gen) bis hin zum Betrun­ken­sein (Zurück­hal­tung muss gut geübt sein, damit es vom Gegen­über nicht nega­tiv auf­ge­fasst wird). Heu­te Abend haben wir uns noch ziem­lich „ange­stellt“, wir hof­fen aber, dass wir sol­che Situa­tio­nen mit bes­ser wer­den­den Sprach- und Umgangs­kennt­nis­sen bald bes­ser meistern.