Eisskulpturen und Tiger in Harbin

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de haben wir die ers­te grö­ße­re Rei­se unse­res aktu­el­len Chi­na­auf­ent­hal­tes unter­nom­men und sind ins 1000 km nord­öst­lich gele­ge­ne Har­bin (哈尔滨) gefah­ren. Obwohl wir nur drei Tage dort waren, haben wir fast alle war­men Sachen bei uns gehabt, denn bei minus 25 Grad tags­über sind meh­re­re Schich­ten Klei­dung ein­fach notwendig.

Ande­rer­seits war die Käl­te auch der Grund unse­rer Rei­se, denn wir woll­ten das Eis­skulp­tu­ren­fes­ti­val (冰雪大世界) mal mit eige­nen Augen sehen. Das ist uns auch gelun­gen und die beleuch­te­ten Eis­blö­cke und die geform­ten Schnee­fi­gu­ren waren ein tol­ler Anblick. Eini­ge der vie­len Eis­ge­bäu­de hat­ten an ihren Sei­ten auch Eis­rut­schen, auf denen man ohne jedes Hilfs­mit­tel viel Spaß haben konnte.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt war der Besuch im Tiger­park (东北虎林园), in dem rund 300 Sibi­ri­sche Tiger leben und eini­ge auf ihre Aus­wil­de­rung vor­be­rei­tet wer­den. Auf einer Art Safa­ri mit dem Bus durch die ein­zel­nen Gehe­ge konn­te man zahl­lo­se Tiger aus nächs­ter Nähe betrach­ten und als es spä­ter Essen­zeit war, beka­men wir mehr als 50 Tiger auf einem Hau­fen zu sehen.

Außer­dem haben wir uns die Innen­stadt mit ihrem rus­si­schen Ein­fluss ange­schaut, einen Tem­pel besich­tigt und sind durch einen geschlos­se­nen Ver­gnü­gugs­park spa­ziert, in dem mit 110 Metern das größ­te Rie­sen­rad Asi­ens ste­hen soll.

Zwi­schen den Akti­vi­tä­ten waren wir immer wie­der Essen und Kaf­fee trin­ken, nicht unbe­dingt immer wegen des Hun­gers oder Dursts, son­dern oft auch ein­fach nur zum Auf­wär­men. Dabei waren wir ein­mal auch in einem ori­gi­nal rus­si­schen Restau­rant essen, in dem wir aus Neu­gier mehr als nötig bestellt haben und wes­we­gen wir uns danach — erschwert durch die vie­len Schich­ten Klei­dung — nur noch müh­sam bewe­gen konnten.

Eine sehr außer­ge­wöhn­li­che Bege­ben­heit war die fol­gen­de: Auf dem Weg zum oben erwähn­ten Tem­pel haben wir bei­de zusam­men mit zwei Mit­rei­sen­den auf ein Taxi gewar­tet. Lan­ge Zeit ver­geb­lich, denn irgend­wie woll­te uns kei­nes mit­neh­men. Aber irgend­wann park­te eine Frau hin­ter uns, stieg aus, und frag­te, wo wir denn hin woll­ten. Sie hat dann ange­bo­ten, uns kos­ten­los zu dem Tem­pel zu fah­ren. Wie­so wis­sen wir noch immer nicht so wirk­lich, viel­leicht woll­te sie ein­fach nur eine Run­de dre­hen. Auf alle Fäl­le hat­ten wir in ihrem roten, fast neu­en 3er BMW eine sehr ange­neh­me und kos­ten­lo­se zir­ka 20 minü­ti­ge Taxifahrt.