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Neujahrsaktivitäten

Nach dem üppi­gen Essen wäh­rend der Fest­ta­ge — das kennt man ja auch aus Deutsch­land — lockt es vie­le Fami­li­en raus zu Spa­zier­gän­gen. Nicht sel­ten ist eins der zahl­rei­chen Tem­pel­fes­te das Ziel. Auch wir haben uns am Neu­jahrs­tag zu solch einer Ver­an­stal­tung auf­ge­macht, und zwar im Taoranting-Park (陶然亭公园), der im Süden der Stadt liegt. Die­sen Park hat­ten wir uns vor­her noch nicht ange­schaut und da er beson­ders wäh­rend des Tem­pel­fes­tes emp­foh­len wird, haben wir die Gele­gen­heit gleich beim Schop­fe gepackt.

Im Gegen­satz zu den lee­ren Stra­ßen in unse­rem Wohn­ge­biet, zeig­te sich im Park wie­der das gewohn­te Bild: End­lich waren wie­der ein paar mehr Leu­te unter­wegs und an unzäh­li­gen Stän­den gab es jede Men­ge zu erle­ben und zu kau­fen. Der Park besteht aus einem gro­ßen See und einer Insel — fast könn­te man mei­nen, es ist der gro­ße Bru­der vom Mitt­weida­er Schwa­nen­teich — die ein­zel­nen Tei­le des Par­kes sind durch vie­le Wege und Brü­cken ver­bun­den. Dank der anhal­ten­den Minus­tem­pe­ra­tu­ren wer­den ver­schie­dens­te Win­ter­sport­ak­ti­vi­tä­ten ange­bo­ten wie zum Bei­spiel Schlitt­schuh­lau­fen, Rei­fen­rut­schen oder Eis­schlit­ten­fah­ren. Für uns war es umso inter­es­san­ter die Leu­te bei ihrem gemein­sa­men Neu­jahrs­aus­flug zu beob­ach­ten. Mein Favo­rit war die Ver­stei­ge­rung von chi­ne­si­scher Male­rei: Zwei Mädels hal­ten das zu ver­stei­gern­de Bild, ein chi­ne­si­scher Ver­käu­fer mit Head­set preist die Zeich­nun­gen an und treibt den Preis meist bis auf 90 Yuan. Wer meh­re­re kau­fen woll­te oder noch auf sein Wunsch­mo­tiv war­te­te, konn­te es sich ein­fach auf einem der Plas­tik­ho­cker „gemüt­lich” machen und das Spek­ta­kel gespannt verfolgen.

Am zwei­ten Tag des Jah­res wur­den wir zum Essen ein­ge­la­den, das war für uns eine beson­de­re Freu­de. Dabei ging es uns nicht um das Essen an sich, son­dern um die Gele­gen­heit an einem Fami­li­en­es­sen anläss­lich des neu­en Jah­res teil­zu­neh­men. Wir waren mit Wieb­ke und Fami­lie im Nor­den Pekings in einem Jurten-Restaurant, das war ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis. Die­ses „Restau­rant” besteht aus vie­len ver­schie­de­nen Jur­ten, es gibt gro­ße und klei­ne, mon­go­li­sche und kasa­chi­sche, die sich alle etwas in ihrer Form unter­schei­den. Das Essen hat auch regio­na­le Ein­flüs­se: So gab es zum Bei­spiel Milch­tee, Käse und Lamm­fleisch. Bei den lecker zube­rei­te­ten Gerich­ten und dem zar­ten Lamm­fleisch wur­de ich, die eigent­lich nicht gern Schafs­fleisch ist, zum Essen „ver­führt” und für das Pro­bie­ren belohnt. 🙂

In der Weihnachtsbäckerei

Man wird es uns kaum glau­ben, aber wir haben am Wochen­en­de die ers­ten Plätz­chen geba­cken. Dank Sybil­le (eine ehe­ma­li­ge Mit­stu­den­tin, die jetzt flei­ßig neu­gie­ri­ge Chi­na­rei­sen­de betreut) müs­sen wir nicht mal auf die­se Lecke­rei­en ver­zich­ten. Vie­les fin­det man hier zwar im nor­ma­len Super­markt, mit Zucker­rü­ben­si­rup, Leb­ku­chen­ge­würz, Back­pa­pier, Puder­zu­cker, gemah­le­nen Nüs­sen & Co. wäre es aber schwie­ri­ger gewor­den. Obwohl wir zuletzt sogar eine Dr. Oetker Back­mi­schung für Scho­ko­la­den­ku­chen gese­hen und erfah­ren haben, dass es irgend­wo auch 白糖粉 (Puder­zu­cker) geben soll.

Am Frei­tag haben wir den Leb­ku­chenteig vor­be­rei­tet, damit wir am Sams­tag mit Wieb­ke und Fami­lie Plätz­chen backen konn­ten. Die­se sind uns ganz gut gelun­gen, außer­dem wur­den noch lecke­re Vanil­le­kip­ferl geba­cken. Lei­der müs­sen wir zuge­ben, dass bereits alle Vor­rä­te ver­putzt sind, aber nach Mar­tins Rech­nung war es erst der „minus ers­te Advent”, da bleibt noch Zeit für wei­te­re Backversuche.

Da wir selbst kei­nen Back­ofen son­dern nur eine Mikro­wel­le haben, schau­en wir uns nach ein paar geeig­ne­ten Rezep­ten um: gebrann­te Man­deln, Scho­ko­ku­chen und tat­säch­lich auch Plätz­chen kann man angeb­lich in der Mikro­wel­le zubereiten.Der ers­te Ver­such der gebrann­ten Man­deln war nicht schlecht, aber das bekom­men wir noch bes­ser hin. An den fol­gen­den Wochen­en­den wer­den wir mal dies und das aus­pro­bie­ren, ich bin schon gespannt, was uns alles gelingt.

Eiszeit mit Christian Y. Schmidt

Als wir uns Ende August auf dem Weg nach Peking gemacht haben, hat­ten wir auch ein paar (damals) aktu­el­le Aus­ga­ben der „Zeit” in unse­rem Gepäck, inklu­si­ve eines Berich­tes über den neu­es­ten Eis­trend in Chi­na. Chris­ti­an Y. Schmidt stellt dar­in „Ben Nana” vor, ein bana­nen­ähn­li­ches Eis bestehend aus einer ess­ba­ren Scha­le aus Gelee und der eigent­li­chen Bana­ne aus Speiseeis.

Als wir am Wochen­en­de im Uni­s­u­per­markt unter­wegs waren, haben wir auch einen Blick in die dor­ti­gen Eis­tru­hen gewor­fen. Eigent­lich waren wir auf der Suche nach 中街糯米糍 (Zhōng­jiē­nuò­mǐcí): außen eine dün­ne Teig­schicht und innen Vani­ellie­eis, das Gan­ze in der Form eines Reiskeck­ses. Das war aber gera­de nicht vor­rä­tig (bzw. es gab nur die Luxus­va­ri­an­te von Nest­le mit glei­chem Inhalt zum dop­pel­ten Preis), daher ent­schie­den wir uns für ein „Ben Nana”. Um es kurz zu machen: Auch nicht schlecht, aber kommt geschmack­lich nicht an unse­ren eigent­li­chen Wunsch her­an. Zumal man auch preis­lich nichts gut macht, denn für ein Ben Nana zum Preis von 3 Yuan (ca. 40 Cent) bekommt man sechs „Reiskecks­eis”, die ein­zeln zwar deut­lich klei­ner sind, zusam­men aber deut­lich mehr auf die Waa­ge brin­gen. Was bei­de Eis gemein­sam haben, ist eine (ess­ba­re) Hül­le, die ver­hin­dert, dass einem das Eis direkt nach dem Öff­nen über die Fin­ger läuft.

Der Zufall woll­te es, dass Chris­ti­an Y. Schmidt, der Autor des erwähn­ten Berich­tes, am Diens­tag auch noch eine Lesung in der Deut­schen Bot­schafts­schu­le gege­ben hat. Unter der Fra­ge­stel­lung was gut und was weni­ger gut an Chi­na ist (bzw. war­um man bes­ser hier als in Deutsch­land lebt oder aber anders her­um) hat er vor allem Kapi­tel aus sei­nem 2011 erschie­nen Buch „Im Jahr des Tige­roch­sen” vor­ge­le­sen. Aber auch sei­ne aktu­el­le Kolum­ne in der er behaup­tet, er kön­ne nicht in Deutsch­land leben, weil er dort immer zunimmt. Das deckt sich zwar über­haupt nicht mit unse­rer Erfah­rung, war aber trotz­dem ein sehr lus­ti­ger Abend. Obwohl: in Deutsch­land habe ich cir­ca 65 Kilo zuge­nom­men, in Chi­na nur die paar übrigen.

Tigergemüse und Tigersuppe

Heu­te Abend gab es bei uns gebra­te­ne Nudeln und „Tiger­ge­mü­se”.  Das zumin­dest ist die wört­li­che Über­set­zung von 老虎菜, wobei sich natür­lich die Fra­ge stellt, war­um das Gemü­se so heißt wie es heißt. Bil­der und sicher­lich auch eini­ge Ver­mu­tun­gen zur Namens­fra­ge fin­det ihr aus­rei­chend im Inter­net. Unse­re heu­ti­ge Vari­an­te war eine Mischung aus Gur­ke, Papri­ka, Zwie­bel und Koriander.

Ein­fa­cher ist das mit der (gold­gel­ben) Tiger­sup­pe, die nach ihrem Haupt­be­stand­teil benannt ist. Aber kei­ne Angst um die geschütz­ten Tie­re, so etwas haben wir hier noch auf kei­ner Kar­te gese­hen. Bild und Rezept gibt es hier.

Zettelchenpost wie in alten Zeiten

Heu­te wur­de bei mir in der Klas­se ein Zet­tel­chen her­um gege­ben, ganz genau­so wie damals in der Schu­le — nur dass hier eben chi­ne­si­sche Zei­chen dar­auf stan­den. Da stand dann so viel wie: Unse­re Klas­se trifft sich um 18.30 Uhr am West­tor der Uni um bei einem korea­ni­schen Restau­rant in Wudao­kou essen zu gehen. Das war uns eine will­kom­me­ne Abwechs­lung, also gin­gen wir pünkt­lich zum ver­ein­bar­ten Treff­punkt. Es waren nicht alle da, aber wir hat­ten trotz­dem einen schö­nen Abend bei sehr lecke­rem Essen. Es mach­te beson­ders viel Spaß, weil die Natio­na­li­tä­ten sehr gemischt und somit die Spra­chen zwi­schen Eng­lisch und Chi­ne­sisch vari­ier­ten: ein Fran­zo­se, ein Chi­ne­se (der in Hol­land gelebt hat), eine Japa­ne­rin (mei­ne Bank­nach­ba­rin), eine Ame­ri­ka­ne­rin, zwei Rus­sen, ein Korea­ner, ein Indo­ne­si­er, ein Japa­ner und wir zwei Deutschen.

Erwäh­nens­wert ist auch das Wet­ter: Heu­te wur­den wir ein wei­te­res Mal mit blau­em Him­mel und tol­ler Fern­sicht über­rascht. Aber man hat schon stark das Gefühl, dass der Herbst vor Tür steht, denn es wird kälter.

Und noch etwas: Heu­te wur­de auch das letz­te Zim­mer unse­rer WG belegt, unklar ist aber noch, wer es ist. Sobald wir sie/ihn gesich­tet haben, berich­ten wir, wer noch hier wohnt neben einer Spa­nie­rin, zwei Neu­see­län­dern, uns und einer Gril­le (oh ja, wir woll­ten es eigent­lich ver­heim­li­chen, aber eine Gril­le ist bereits gestor­ben — viel­leicht ist ihr die Bus­fahrt vom Duft­berg bis zu uns, ca. eine Stun­de, nicht so gut bekommen …).

Einstufungstest, Einrichtung, Eric und Erfahrungen

…die­se 4 Wor­te fas­sen den ver­gan­ge­nen Diens­tag recht gut zusam­men. Nach einem Früh­stück aus 油条儿 和 豆浆 (Teig­stan­gen in Öl geba­cken und war­me Soja­milch) in der Nach­bar­schaft star­te­te um 8 Uhr der Ein­stu­fungs­test in der Uni. Es wur­den Hör­ver­ständ­nis, Gram­ma­tik und Satz­stel­lung abge­fragt. Wie erwar­tet war der Test recht schwer, aber wir sind zuver­sicht­lich, denn mor­gen wer­den wir erfah­ren, in wel­cher Stu­fe wir unse­ren Sprach­kurs begin­nen. Weil uns das Wet­ter einen wei­te­ren Tag mit tol­lem blau­en Him­mel, Son­nen­schein und Weit­sicht begrüßt, wur­den noch ein paar Schnapp­schüs­se vom Cam­pus­ge­län­de gemacht. Im Anschluss mach­ten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum IKEA, um noch ein paar Klei­nig­kei­ten für unser Zim­mer zu besor­gen. Wir sind durch die Gän­ge gebum­melt und haben Chi­ne­sen beim Ein­kau­fen, beim Schla­fen in Aus­stel­lungs­bet­ten und beim Inspi­zie­ren von diver­sen unbe­kann­ten Küchen­uten­si­li­en beob­ach­tet – das war ein tol­les Erlebnis.

Am Abend stand eine Ein­la­dung zum Essen von Eric (ein ehe­ma­li­ger Mit­stu­dent aus Zwi­ckau) auf dem Pro­gramm. Auf der soge­nann­ten „Roten-Laternen-Straße“ gab es nicht nur Feu­er­topf (eine Art Fon­due) mit und ohne Frosch­fleisch 🙂 son­dern noch eini­ge ande­re Köst­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel einen frisch zube­rei­te­ter Fisch. Für uns war es nicht nur ein gesel­li­ger Abend, wir konn­ten auch eini­ges über chi­ne­si­sche Umgangs­spra­che und Tisch­sit­ten ler­nen. Ange­fan­gen vom Essen ver­tei­len (am bes­ten gibt man den ande­ren zuerst etwas auf den Tel­ler und nimmt sich erst dann selbst), Ansto­ßen (man erweist dem Gegen­über Respekt, wenn man das eige­ne Glas nied­ri­ger hält als der ande­re), Umgang mit Frau­en (in einer rei­nen Män­ner­run­de wird man als Frau wesent­lich weni­ger ins Gespräch ein­be­zo­gen) bis hin zum Betrun­ken­sein (Zurück­hal­tung muss gut geübt sein, damit es vom Gegen­über nicht nega­tiv auf­ge­fasst wird). Heu­te Abend haben wir uns noch ziem­lich „ange­stellt“, wir hof­fen aber, dass wir sol­che Situa­tio­nen mit bes­ser wer­den­den Sprach- und Umgangs­kennt­nis­sen bald bes­ser meistern.

Heute mal aus Chengdu

Die Zug­fahrt hier her war ein Grau­en fuer mich, aber es haet­te sicher noch schlim­mer kom­men koen­nen, da hat Mar­tin wohl voll­kom­men recht… Ins­ge­samt 31 Stun­den sit­zen ist eben doch nicht jeder­manns Sache und dann noch mit unge­fa­ehr 150 Chi­ne­sen in einem von 19 Wag­gons nicht ganz ein­fach. Doch wie ihr merkt, haben wir es bes­tens ueberstanden!

Wir sind rei­bungs­los bis in die Jugend­her­ber­ge gekom­men, wo wir uns seit ein­ein­halb Tagen end­lich mal wie­der gewa­schen haben. *juhu* Es ist eine inter­na­tio­na­le Jugend­her­ber­ge, wo wir fuer 40 Yuan pro Per­son im Achtmann-Zimmer schla­fen, die Zim­mer sind voel­lig okay.

Gera­de waren wir auf der gemu­et­li­chen Stras­se vor der Jugend­her­ber­ge lecker essen: gebra­te­nen Reis mit Rind­fleisch, Muscheln und gedu­ens­te­tes Gemu­e­se, dazu zwei Bier. 🙂

Mor­gen fah­ren wir mit dem Bus zum gros­sen Bud­dha am Leshan und am Tag dar­auf gehen wir auf die Vier-Tagestour zum Natur­park Jiuz­hai­gou. Zum Abschluss ste­hen noch die knud­de­li­gen Pan­das auf dem Programm.

Wir hal­ten euch wei­ter auf dem Lau­fen­den, nur Bil­der wird es fuer die Neu­gie­ri­gen unter euch erst nach der Rueck­rei­se geben, aber das ist ja lei­der schon seit ein paar Wochen so.

Alles bes­tens also, kein Grund zur Sorge!

Liebs­te Gru­es­se und bis bald vom Rei­se­on­kel und der Reisetante. 

Vier Tage Erholung an der Küste

Eigent­lich hat alles bes­tens geklappt. Wir haben uns schnell in Qing­dao zurecht gefun­den, nur lei­der mach­ten uns Wet­ter und Ver­kehr klei­ne Probleme.
Als wir am Mitt­woch von Peking star­te­ten, schien hier nach lan­ger Zeit mal wie­der die Son­ne, doch als wir in Qing­dao ein­roll­ten, reg­ne­te es hef­tig. — Schlech­ter Start für einen Bade­ur­laub. Wir kämpf­ten uns durch Men­schen­mas­sen, knö­chel­ho­he Pfüt­zen sowie stin­ken­de Taxen und waren ziem­lich ver­lo­ren in die­sem Cha­os. Ein wenig ver­zwei­felt lie­ßen wir uns auf einen inof­fi­zi­el­len Mini­bus ein. Damit kamen wir gut zum Hotel, sodass der Preis auch gut zu ver­tra­gen war. Von da an wur­de es bes­ser und besser…
[mygal=2007–08-01_05_qingdao]
Vier Tage Erho­lung an der Küs­te wei­ter­le­sen

到了 — Angekommen!

Fast pünkt­lich, aber nach einer Nacht im Flug­zeug mit etwas wenig Schlaf, ist bereits am ver­gan­ge­nen Sonn­tag unser Besuch aus der Hei­mat wohl behal­ten hier ange­kom­men. Das wir bis­her ein aus­ge­füll­tes Pro­gramm hat­ten, ver­rät ja bereits die Tat­sa­che, dass erst jetzt die ers­ten Wor­te zu lesen sind und Bil­der nach einer Aus­wahl fol­gen werden.

Denn inner­halb der nun fast voll­ende­ten ers­ten Woche wur­de neben der nähe­ren Umge­bung mit Hoch­schu­le und Super­markt auch der Kai­ser­pa­last, der Lama­tem­pel, der Platz des Himm­li­schen Frie­dens, der Tem­pel der Azur­blau­en Wol­ke im Duft­berg­park, der Bota­ni­sche Gar­ten mit der Kir­schen­schlucht, der Hin­te­re See, der Zoo und der Som­mer­pa­last erkundet.

Den kul­tu­rel­len Sehens­wür­dig­kei­ten stan­den auch ver­schie­de­ne kuli­na­ri­sche gegen­über: chi­ne­si­sche Spe­zia­li­tä­ten, dar­un­ter Peking­en­te und Hot Pot, Kat­zen­fisch und Hähn­chen in Kokos­milch beim Thai­län­der, ein üppi­ges Buf­fet im vege­ta­ri­schen Restau­rant, sowie vie­le klei­ne Sachen wie Jiao­zi (Teig­ta­schen aus Nudel­teig), Bao­zi (Teig­ta­schen aus Hefe­teig) und Qian­bing (herz­haf­ter Crêpe).

Das schwül hei­ße Wet­ter mach­te uns allen ein wenig zu schaf­fen, so war der Besuch am Spring­brun­nen im Bota­ni­schen Gar­ten eine will­kom­me­ne Abküh­lung. Nächs­te Woche pla­nen wir ein paar erho­len­de Tage am Strand von Qing­dao, wo das deut­sche Bier (Tsingtao) und der Pazi­fik sicher für wei­te­re Abküh­lung sorgen.

Ein Wochenende mit (zu) viel (deutsch)em Essen

Das Wochen­en­de hat­te noch gar nicht rich­tig begon­nen, da durf­ten wir bereits an einem lan­gen Tisch in einem korea­ni­schen Restau­rant Platz neh­men und uns satt Essen, denn Chang hat­te am fol­gen­den Sams­tag Geburts­tag und daher ein­ge­la­den. Nur gut, dass die Geburts­tags­tor­ten größ­ten­teils Ver­wen­dung als Gesichts­mas­ken fan­den, denn sonst wäre die Kalo­rien­bi­lanz des Wochen­en­des noch ein wenig ungüns­ti­ger ausgefallen.

[mygal=2007–06-30_geburtstagsfeier_chang]
Video 1, Video 2, Video 3

Nach einer für uns nor­ma­len, für ande­re jedoch ziem­lich kur­zen Nacht stand am Sams­tag deut­sches Essen, zu 100% impor­tiert, auf dem Spei­se­plan. Denn Ste­fa­nie hat­te eini­ge Kilo Gepäck mit Kloß­teig, Kass­ler und Sauer­kraut gefüllt und wir konn­ten daher die „Zwi­ckau­er Gemein­de” der UIBE bei uns begrüßen.

Die Gegen­ein­la­dung folg­te bereits am Sonn­tag Abend bei Saskia, die für ihre Klas­se, ihre Leh­re­rin und eben uns eben­falls auf deut­sche Kost setz­te. Das hat­te den Vor­teil, dass wir gleich noch unse­re Res­te bei­steu­ern konnten.

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Damit reicht es jetzt aber erst ein­mal wie­der mit deut­schem Essen, von den Süßig­kei­ten im Kühl­schrank abge­se­hen. In den nicht ein­mal mehr drei Mona­ten wer­den wir die chi­ne­si­sche Küche noch aus­gie­big genie­ßen. Denn bis der ers­te Baozi-Jiaozi-Laden in Mitt­wei­da auf­macht, wird es wohl noch ein Weil­chen dauern.