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Die (vorerst) letzten Prüfungen

Ich habe in mei­nem Leben schon öfter ver­mu­tet (oder gehofft), mich gera­de auf mei­ne letz­ten Prü­fun­gen vor­zu­be­rei­ten, aber bis­her waren es nie die wirk­lich letz­ten Prü­fun­gen. Aber wer weiß, viel­leicht ist es ja gera­de jetzt so weit.

Wie dem auch sei, am vor­ver­gan­ge­nen Wochen­en­de haben wir zunächst am HSK, dem offi­zi­el­len Chi­ne­sisch­spracht­test teil­ge­nom­men. Den kann man in sechs ver­schie­de­nen Stu­fen absol­vie­ren, wir haben uns an der zweit höchs­ten Stu­fe, dem HSK 5, ver­sucht. Wer Inter­es­se hat fin­det die letz­ten Prü­fun­gen hier. Auf die Ergeb­nis­se müs­sen wir aller­dings noch knapp drei Wochen warten.

In der Zwi­schen­zeit ste­hen die Prü­fun­gen an der Uni für uns an. Am Frei­tag star­tet es mit „Chi­ne­si­scher All­tags­gram­ma­tik” und nächs­te Woche fol­gen dann für Ste­fa­nie drei und für mich vier wei­te­re Fächer.

Ent­spre­chend ist auch heu­te schon unser letz­ter Unter­richts­tag. Eigent­lich scha­de, denn in die­sem Jahr ist es mit unse­ren Chi­ne­sisch­kennt­nis­sen deut­lich vor­an­ge­gan­gen. Und irgend­wie kommt da die Sor­ge auf, dass man in Zukunft wohl nicht mehr bes­ser wer­den wird, son­dern dass es nur noch dar­um geht, das aktu­el­le Wis­sen mög­lichst lang­sam zu vergessen.

Das erste Mal Pekingoper

Die­se Woche fand bei uns an der Uni eine Kul­tur­wo­che statt und dem Namen ent­spre­chend haben wir eini­ges an chi­ne­si­scher Kul­tur gebo­ten bekom­men, von klei­nen Auf­füh­run­gen ande­rer Stu­den­ten bis zur ech­ten Pekingoper.

Ers­te Vor­bo­ten die­ser Ver­an­stal­tun­gen haben uns bereits vor zwei Wochen beschäf­tigt, als der Vor­ausscheid für die Bei­trä­ge der aus­län­di­schen Stu­den­ten statt­fand. Dafür hat­ten sowohl Ste­fa­nies als auch mei­ne Klas­se ein klei­nes Pro­gramm vor­be­rei­tet. Bei Ste­fa­nies Klas­se wur­den die ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten vor­ge­stellt, die man hier jeden Mor­gen in den ver­schie­de­nen Parks beob­ach­ten kann. In mei­ner Klas­se wur­den Aus­schnit­te von drei chi­ne­si­schen Lie­dern gesun­gen, wobei ich beim zwei­ten mehr oder weni­ger aktiv betei­ligt habe. Das Ergeb­nis war aller­dings, dass wir es bei­de nicht ins Fina­le der Stu­den­ten­bei­trä­ge geschafft haben, das daher heu­te ohne uns statt­ge­fun­den hat.

Da wir also sel­ber nicht pro­ben muss­ten, hat­ten wir aus­rei­chend Zeit uns ande­re Ver­an­stal­tun­gen anzu­schau­en. Bei der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung der Kul­tur­wo­che am Mon­tag wur­de ein sehr kurz­wei­li­ger Quer­schnitt durch die chi­ne­si­sche Kul­tur gebo­ten. Höhe­punkt war aber ges­tern der Besuch einer Peking­oper in der Huguang-Gildenhalle.

Bis­her hat­ten wir uns gegen einen Besuch bei der Peking­oper immer etwas gesträubt, einer­seits weil es sehr teu­er ist, und ande­rer­seits, weil man sowie­so nichts ver­steht. Bei­des war ges­tern jedoch anders, zum einen, weil die Hoch­schu­le ein­ge­la­den hat­te. Und zum ande­ren, weil es eine kur­ze Ein­füh­rung gab, in der uns die wich­tigs­ten Din­ge zur Peking­oper erklärt wurden.

Außer­dem wur­den zwei „stu­den­ten­freund­li­che”, recht ein­fa­che Stü­cke aus­ge­wählt, deren Inhalt man auch ganz ohne Sprach­kennt­nis­se gut ver­ste­hen konn­te. Beein­druckt hat uns vor allem das ers­te Stück, in dem auch etwas chi­ne­si­sche Kampf­kunst zu bestau­nen war.

Nur noch ein halbes Semester Chinesisch

Auch wenn wir es hier immer nur am Ran­de erwähnt haben, läuft unser Chi­ne­sisch­un­ter­richt bereits wie­der seit zwei Mona­ten. Und zwei Mona­te haben wir auch noch vor uns, sprich wir sind bereits in der Mit­te unse­res (ver­mut­lich letz­ten) Semes­ters (als Stu­den­ten) angelangt.

Nach­dem wir im letz­ten Jahr in unter­schied­li­chen Klas­sen im höchs­ten Anfän­ger­kurs („Upper Ele­men­ta­ry”) gelernt haben, sind wir jetzt bei­de bei den Fort­ge­schrit­te­nen gelan­det. Wäh­rend ich in die nächs­te Stu­fe „Lower Inter­me­dia­te” gewech­selt bin, hat Ste­fa­nie die­se über­sprun­gen und lernt jetzt in „Inter­me­dia­te”.

Im Fort­ge­schrit­te­nen­le­vel sind nur noch 5 Dop­pel­stun­den pro Woche vor­ge­ge­ben, den Rest (bis zu ins­ge­samt maxi­mal 10 Dop­pel­stun­den) durf­ten wir uns sel­ber wäh­len. Des­we­gen lernt Ste­fa­nie jetzt unter ande­rem auch „Gespro­che­nes Wirt­schaft­s­chi­ne­sisch” und ich dage­gen „Kon­ver­sa­ti­on”. Außer­dem bele­gen wir bei­de „All­tags­gram­ma­tik” und sit­zen da auch das ers­te Mal über­haupt in der glei­chen Klasse.

Anders als bei den Anfän­gern gibt es für die Fort­ge­schrit­te­nen offi­zi­ell kei­ne Zwi­schen­prü­fun­gen. Wie gesagt — offi­zi­ell. Denn wir sind gera­de mit­ten in den Zwi­schen­prü­fun­gen, jeweils mit schrift­li­chen Tests im all­ge­mei­nen Unter­richt und in Gram­ma­tik sowie mit Dia­lo­gen im Sprachunterricht.

Mit den Prüfungen kommt auch Weihachten — oder anders herum

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit kom­men die Prü­fun­gen zum Ende des Semes­ters immer näher. Unse­ren letz­ten Unter­richts­tag haben wir am 26. Dezem­ber und die meis­ten Prü­fun­gen fin­den danach bis zum 07. Janu­ar statt.

Noch wäh­rend der Unter­richts­zeit sind aller­dings die münd­li­chen Prü­fun­gen geplant. Für die­se sol­len wir fünf The­men vor­be­rei­ten, von denen bei der Prü­fung eines gezo­gen wird, über wel­ches wir dann drei Minu­ten frei spre­chen müs­sen. Bei den The­men geht es vor allem um per­sön­li­che Din­ge, aber auch der Kli­ma­wan­del kommt vor. Hier alle The­men ziem­lich frei übersetzt:

1. Bei wel­che Fra­gen hat man eine ande­re Mei­nung als die eige­nen Eltern?
2. Ist es bes­ser gemein­sam mit den Eltern zu woh­nen oder nicht, und warum?
3. Was sind dei­ne Stär­ken, was ist dein Wunsch­be­ruf, und warum?
4. Was machst du am liebs­ten in dei­ner Freizeit?
5. Das Wet­ter wird immer ver­rück­ter. Erklä­re an einem Bei­spiel den Kli­ma­wan­del und sei­ne Umstände.

Etwas zu die­sen The­men auf Chi­ne­sisch zu sagen ist nicht unbe­dingt schwie­rig, aber drei Minu­ten etwas Sinn­vol­les und gram­ma­ti­ka­lisch Rich­ti­ges dazu zu sagen, das wür­de mir auch im Eng­li­schen nicht bei jedem The­ma leicht fal­len. Ent­spre­chend kann es also nicht scha­den, gut vor­be­rei­tet zu sein, was aller­dings wie­der­um eini­ges an Zeit erfordert.

Daher erzeug­te der Vor­schlag unse­rer Leh­re­rin­nen, die Prü­fung bereits nächs­te Woche durch­zu­füh­ren, nicht unbe­dingt Begeis­te­rung, weder in Ste­fa­nies Klas­se noch in mei­ner. Und auch die Reak­tio­nen waren jeweils die glei­chen: Wir haben uns mit unse­ren Leh­re­rin­nen (und durch Abstim­mung unter den Stu­den­ten) jeweils geei­nigt die Prü­fung erst Anfang über­nächs­te Woche zu machen. Das bedeu­tet, dass in unse­ren Klas­sen am 24. bzw. 25. Dezem­ber die münd­li­chen Prü­fun­gen stattfinden.

Zwischenprüfung und neue Lehrbücher

Nach­dem wir uns im Chi­ne­sich­un­ter­richt zwei Mona­te lang neu­es Wis­sen ange­eig­net haben, steht nun gera­de die Über­prü­fung unse­res Erfol­ges dabei an — kurz gesagt: Wir haben Zwischenprüfungen.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag­mor­gen stand für uns bei­de die Prü­fung im „nor­ma­len Unter­richt” (Gram­ma­tik und Voka­beln) an. Außer­dem habe ich am Don­ners­tag bereits „Lesen und Schrei­ben” hin­ter mich gebracht. Uns bei­de erwar­tet noch „Spre­chen”, wo wir einen zwei­mi­nü­ti­gen Mono­log zu einem von drei The­men vor­tra­gen dür­fen, und „Hör­ver­ständ­nis”.

Obwohl also noch eini­ge Prü­fun­gen aus­ste­hen, geht es mit dem Unter­richt ganz nor­mal wei­ter. Da wir im  nor­ma­len Unter­richt das ers­te Lehr­buch bereits durch­ge­ar­bei­tet haben, geht es am Mon­tag direkt mit der ers­ten Lek­ti­on aus dem zwei­ten Band wei­ter. Dar­in geht es um die „Selbst­ret­tung eines Esels”. Das hat den Vor­teil, dass man das Zei­chen 驴 (Esel) lernt und damit die Restau­rants erkennt, die Esel­fleisch anbie­ten. Eines davon gibt es auch in unse­rer Nach­bar­schaft, aber das haben wir uns bis­her nur von außen angeschaut.

Unser vielleicht letzter Schulanfang

Heu­te war es schon so weit, wir hat­ten unse­ren viel­leicht letz­ten ers­ten Schultag.

Nach­dem wir vor­ges­tern an einem Sprach­test teil­ge­nom­men hat­ten, wur­de uns ges­tern gesagt, dass wir in der Stu­fe „Upper Ele­men­ta­ry” gelan­det sind und damit eine Stu­fe unter „Inter­me­dia­te” — was dann auch das Ziel für das nächs­te Semes­ter ist.

Da es ges­tern auch schon die Bücher gab, konn­ten wir uns auch ein wenig vor­be­rei­ten, vor allem auf die Voka­beln die vor­aus­ge­setzt wer­den, wir aber (nicht mehr) ken­nen. Vom Niveau her schie­nen die Bücher zu pas­sen, und das hat sich bei uns bei­den heu­te auch im Unter­richt bestätigt.

Auf den Weg zum Unter­richt haben wir uns heu­te mor­gen ganz stil­echt mit dem eige­nen Fahr­rad gemacht, das wir ges­tern gekauft haben (Bericht dazu folgt). Für jeden von uns stan­den zwei Dop­pel­stun­den auf dem Pro­gramm, ins­ge­samt von 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr.

Danach ging es im Rei­se­bus mit vie­len ande­ren Aus­län­dern ins Kran­ken­haus um Gesund­heits­zeug­nis­se aus­stel­len bzw. aner­ken­nen zu las­sen. Unse­re in Deutsch­land erstel­len Gesund­heits­zeug­nis­se wur­den aner­kannt, daher gab es für uns nicht all­zu viel Inter­es­san­tes zu sehen.

Wie­der zu Hau­se stand das Nach­ar­bei­ten der ers­ten Stun­den auf dem Plan. Da uns eini­ge Voka­beln feh­len war das lang­wie­ri­ger als der eigent­li­che Unter­richt, aber das soll­te mit der Zeit bes­ser wer­den. Außer­dem sind wir ja nicht zum Spaß hier. 🙂

Einstufungstest, Einrichtung, Eric und Erfahrungen

…die­se 4 Wor­te fas­sen den ver­gan­ge­nen Diens­tag recht gut zusam­men. Nach einem Früh­stück aus 油条儿 和 豆浆 (Teig­stan­gen in Öl geba­cken und war­me Soja­milch) in der Nach­bar­schaft star­te­te um 8 Uhr der Ein­stu­fungs­test in der Uni. Es wur­den Hör­ver­ständ­nis, Gram­ma­tik und Satz­stel­lung abge­fragt. Wie erwar­tet war der Test recht schwer, aber wir sind zuver­sicht­lich, denn mor­gen wer­den wir erfah­ren, in wel­cher Stu­fe wir unse­ren Sprach­kurs begin­nen. Weil uns das Wet­ter einen wei­te­ren Tag mit tol­lem blau­en Him­mel, Son­nen­schein und Weit­sicht begrüßt, wur­den noch ein paar Schnapp­schüs­se vom Cam­pus­ge­län­de gemacht. Im Anschluss mach­ten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum IKEA, um noch ein paar Klei­nig­kei­ten für unser Zim­mer zu besor­gen. Wir sind durch die Gän­ge gebum­melt und haben Chi­ne­sen beim Ein­kau­fen, beim Schla­fen in Aus­stel­lungs­bet­ten und beim Inspi­zie­ren von diver­sen unbe­kann­ten Küchen­uten­si­li­en beob­ach­tet – das war ein tol­les Erlebnis.

Am Abend stand eine Ein­la­dung zum Essen von Eric (ein ehe­ma­li­ger Mit­stu­dent aus Zwi­ckau) auf dem Pro­gramm. Auf der soge­nann­ten „Roten-Laternen-Straße“ gab es nicht nur Feu­er­topf (eine Art Fon­due) mit und ohne Frosch­fleisch 🙂 son­dern noch eini­ge ande­re Köst­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel einen frisch zube­rei­te­ter Fisch. Für uns war es nicht nur ein gesel­li­ger Abend, wir konn­ten auch eini­ges über chi­ne­si­sche Umgangs­spra­che und Tisch­sit­ten ler­nen. Ange­fan­gen vom Essen ver­tei­len (am bes­ten gibt man den ande­ren zuerst etwas auf den Tel­ler und nimmt sich erst dann selbst), Ansto­ßen (man erweist dem Gegen­über Respekt, wenn man das eige­ne Glas nied­ri­ger hält als der ande­re), Umgang mit Frau­en (in einer rei­nen Män­ner­run­de wird man als Frau wesent­lich weni­ger ins Gespräch ein­be­zo­gen) bis hin zum Betrun­ken­sein (Zurück­hal­tung muss gut geübt sein, damit es vom Gegen­über nicht nega­tiv auf­ge­fasst wird). Heu­te Abend haben wir uns noch ziem­lich „ange­stellt“, wir hof­fen aber, dass wir sol­che Situa­tio­nen mit bes­ser wer­den­den Sprach- und Umgangs­kennt­nis­sen bald bes­ser meistern.

Stefanie sammelt schon wieder Meilen

Eigent­lich soll­te Ste­fa­nie ja mor­gen ihr Prak­ti­kum been­den, aber die­ser Ter­min ist nicht mehr zu hal­ten. Denn sie hat sich heu­te Mit­tag mal wie­der auf den Weg nach Buda­pest gemacht um ein Paket abzugeben.

Wie schon vor ziem­lich genau einem Monat wird sie kurz vor Mit­ter­nacht Orts­zeit in Buda­pest lan­den, ver­bringt dort die­ses Mal aber nur eine Nacht im Hotel und macht sich mor­gen bereits über Frank­furt wie­der auf den Weg nach Peking. Hier wird sie aber auf­grund der Zeit­ver­schie­bung erst am Sams­tag wie­der ankommen.

Damit fal­len die letz­ten Aufräum- und Säu­be­rungs­ar­bei­ten vor dem anste­hen­den Besuch natür­lich in mei­nen Auf­ga­ben­be­reich, sozu­sa­gen mei­ne Abschluss­prü­fung als Haus­mann. Ist aber alles nicht so wirk­lich schlimm, vor allem seit­dem ich den „Tour de Fran­ce” — Live­stream von Euro­sport ent­deckt habe. Ein wenig „fern­se­hen”, ein wenig put­zen, da wer­den die zwei Tage allei­ne hier ganz schnell vor­bei sein. 

Mehr als man erwarten konnte

Nach­dem bereits vor andert­halb Wochen der Unter­richt zu Ende ging und auch die Prü­fun­gen schon wie­der fast in Ver­ges­sen­heit gera­ten waren, gab es ges­tern für die aus­län­di­schen Stu­den­ten Zeugnisse.

Wäh­rend der Rah­men — natür­lich — typisch Chi­ne­sisch war, also mit zu lan­gen Reden am Anfang und Cha­os am Ende, sorg­ten doch zumin­dest die Ergeb­nis­se für ein wenig Span­nung. Denn bis dahin muss­te sich jeder auf sein Gefühl ver­las­sen, mit dem er aus der Prü­fung gegan­gen war, um sein Abschnei­den einzuschätzen.

Am Ende waren die meis­ten mit ihren Wer­ten zufrie­den, eini­ge sogar posi­tiv über­rascht und eini­ge weni­ge natür­lich auch ent­täuscht. Das trotz­dem der Anteil der posi­tiv Über­rasch­ten deut­lich über­wog liegt aber ver­mut­lich weni­ger an einer pes­si­mis­ti­schen Grund­ein­stel­lung vie­ler. Son­dern an der Tat­sa­che, dass neben der Abschluss­prü­fung (50%) und der Zwi­schen­prü­fung (20%) auch die Anwe­sen­heit im Unter­richt, die Haus­auf­ga­ben und die Voka­bel­tests (jeweils 10%) mit in die Bewer­tung eingehen.

Anders zumin­dest kann ich mir zumin­dest mei­ne Wer­te — bes­tes Fach Hör­ver­ste­hen mit 89%, schlech­tes­tes Fach Exten­si­ves Lesen mit 80% — nicht erklä­ren. Auf alle Fäl­le bin ich mehr als zufrie­den, obwohl sich für die­se Wer­te ver­mut­lich nie jemand inter­es­sie­ren wird, da sie auch wenig aus­sa­ge­kräf­tig sind. Inter­es­san­ter soll­te das schon das Ergeb­nis des HSK sein, dass es in den nächs­ten Tagen hof­fent­lich auch gibt.

[inspic=1159,right,fullscreen,200]Als dann alle Stu­den­ten mehr oder weni­ger glück­lich auf dem nach Hau­se weg waren, gab es drau­ßen noch das neben­ste­hen­de Bild zu sehen. 

In vie­len Län­dern hät­te man sich da wohl Sor­gen gemacht, aber hier sind wir ein­fach glück­lich, dass (zumin­dest) die Arbei­ter Schutz­mas­ken getra­gen haben.

Doch noch ein Semester Studium notwendig

[inspic=1157,left,fullscreen,200]Am Sams­tag stand für uns mal wie­der ein klei­ner Behör­den­gang auf dem Plan, denn Ste­fa­nie darf im Moment nur bis zum 25. August und ich sogar nur bis zum 31. Juli ver­wei­len. Also mach­ten wir uns auf zur Visa-Behörde, die sich glück­li­cher Wei­se nur ein paar Bus­sta­tio­nen süd­lich des Hoch­schul­ge­län­des befindet.

Dort erfuh­ren wir aller­dings, dass Ste­fa­nies Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung und mein Stu­den­ten­vi­sum inner­halb Chi­nas nicht in Tou­ris­ten­vi­sa umge­wan­delt wer­den kön­nen, was wir aller­dings schon gehört hat­ten. Aber einen Ver­such war es uns trotz­dem wert.

Nor­ma­ler­wei­se ist daher der ein­zi­ge Aus­weg eine klei­ne Rei­se ins Aus­land zu machen, zu der in die­sem Fall auch die Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Hong­kong zählt. Obwohl uns natür­lich ein klei­ner Abste­cher nach Seo­ul oder auch nach Japan gereizt hät­te, fehlt uns gera­de die Zeit dafür, denn am Sonn­tag kommt ja schon der nächs­te Besuch angeflogen.

Daher wer­den wir uns mor­gen für ein wei­te­res Semes­ter an der Uni zum Chi­ne­sisch ler­nen ein­schrei­ben, denn damit haben wir Anspruch auf eine Ver­län­ge­rung der Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung bzw. auf ein neu­es Stu­den­ten­vi­sum. Und das soll­te dann sogar bis Ende Janu­ar gel­ten, solan­ge geht nor­ma­ler­wei­se das Win­ter­se­mes­ter. Damit haben wir also auch die Chan­ce noch mal wirk­lich spon­tan nach Chi­na zu flie­gen, auch wenn uns dafür ver­mut­lich die Zeit und das Geld feh­len wird.

Apro­pros Geld: Die Anmel­dung an der Uni ist natür­lich auch nicht umsonst, son­dern kos­tet 216 Euro pro Per­son. Aber auch ein Flug nach Hong­kong plus kur­zer Auf­ent­halt wäre nicht bil­li­ger gewe­sen. Trotz­dem natür­lich nicht die idea­le Lösung, aber schein­bar die ein­zi­ge, die funk­tio­niert und uns noch ein paar erleb­nis­rei­che Wochen in Chi­na ermöglicht.