Archiv für den Monat: August 2006

Thema Basketball

Ein Jahr Chi­na heißt nicht ein Jahr auf Bas­ket­ball zu ver­zich­ten, denn das Ers­te, was wir bei unse­rer Ankunft auf dem Cam­pus gese­hen haben, waren Basketballkörbe.

Über­haupt hat der Sport hier einen viel höhe­ren Stel­len­wert als bei uns. Über­all in Peking sieht man Kör­be und lau­fen Leu­te in Tri­kots umher. Die WM gibt es natür­lich auch Live im Fern­se­her, selbst das heu­ti­ge Spiel Deutsch­land — Frank­reich wur­de über­tra­gen und wir glau­ben auch fast alle Spie­le der Vorrunde.

Auf dem Cam­pus fehlt es an Kör­ber wie gesagt auch nicht. Wir haben hier 6 Orgi­nal­spiel­fel­der und dazu noch mal 16 ein­zel­ne Kör­be, dazu noch die Sport­hal­le, in der wir aber noch nicht waren. Die braucht man hier im Moment aber nicht, denn drau­ßen sind am Tag immer rund 30° Cel­si­us und wenn es dun­kel wird, darf man bis 21.00 Uhr unter Flut­licht spielen.

Damit wir die Bedin­gun­gen auch nut­zen kön­nen, haben wir uns bereits einen Bas­ket­ball (6,90 Euro) und ein Paar Bas­ket­ball­schu­he (18 Euro) zuge­legt. Auch an Geg­nern fehlt es nicht, wenn man will, fin­det man immer ein paar Leu­te die mit­spie­len, vor allem Korea­ner oder Chi­ne­sen. Ob man mit denen dann auch Eng­lisch reden kann, ist natür­lich eine ande­re Fra­ge, aber davon ist gemein­sam Bas­ket­ball spie­len ja auch nicht abhängig.

Mehr als raten war nicht drin

Nach der rei­bungs­lo­sen Ein­schrei­bung und einem kur­zen Inter­view ges­tern, stand für mich heu­te der Ein­stu­fungs­test auf dem Pro­gramm. In einem weit grö­ße­ren Hör­saal, als ich es von unse­rer klei­nen FH gewohnt bin, wur­den wir mit einer Rede in Chi­ne­sisch begrüßt und dann ging es los mit den Aufgaben.

100 Fra­gen als Mul­ti­ple Choice Test, davon hab ich viel­leicht ein bis zwei ver­stan­den. Erst war ich scho­ckiert, als ich bei der Hör­übung nichts ver­stan­den habe. Dann merk­te ich aber, dass es vie­len ande­ren Stu­den­ten nicht bes­ser erging, also ent­schied ich mich für das Zufalls­prin­zip. Zuletzt hat jeder noch einen klei­nen Auf­satz ver­fasst, wobei man merk­te, dass eini­ge Zei­chen in Ver­ges­sen­heit gera­ten sind, aber dafür gehts zum Glück am Diens­tag los!

Erlebnis Einschreibung

Erst­mal das posi­ti­ve — es hat geklappt, ich (Mar­tin) darf ein Semes­ter an der UIBE die chi­ne­si­sche Spra­che lernen.

Der Weg dahin war aller­dings etwas län­ger, denn eigent­lich war ich ges­tern zur Ein­schrei­bung bestellt. Dort hieß es aber nur Num­mer zie­hen und war­ten. Das war­ten habe ich dann aufs Zim­mer ver­legt. Beim „Kon­troll­be­such” eine Stun­de spä­ter war gera­de die 154 aktu­ell und eine wei­te­re Stun­de spä­ter gab es die Num­mer 7 für den heu­ti­gen Tag.

Heu­te mor­gen ging dann dafür alles ganz schnell: Ein­schrei­ben, Bezah­len, noch­mal Iden­di­tät über­prü­fen las­sen und Unter­la­gen für den Stu­den­ten­aus­weis abge­ben — fer­tig. Knapp über 1000 Euro Stu­di­en­ge­büh­ren für vier Mona­te sind zwar viel, wer­den sich aber sicher lohnen.

Ein paar Daten wis­sen wir jetzt auch schon. Stu­di­en­be­ginn ist der 5. September,
Zwi­schen­prü­fung am 23. Okto­ber und Abschluss­prü­fung am 25. Dezember.
Also bit­te nicht wun­dern, wenn unse­re Weih­nachts­grü­ße etwas kür­zer aus­fal­len — wir lernen!

Streifzug über den Campus

Beschrei­bung: Hoch­schu­le für Wirt­schaft und Han­del — 对外经济贸易大学 — dui­wai jing­ji maoyi daxue — Uni­ver­si­ty of Inter­na­tio­nal Busi­ness and Economics

Datum: 27. August 2006

Kar­te, Infos: Goog­le Map, Wiki­pe­dia, Home­page

Beschrei­bung: Vor eini­gen Tagen hat­ten wir rich­tig schö­nes Foto­wet­ter, wel­ches das Cam­pus­ge­län­de ins rech­te Licht rück­te. Die­se — eher sel­te­ne — Chan­ce haben wir genutzt, um ein paar Schnapp­schüs­se von unse­rem neu­en „Zuhau­se” zu machen.

Damit ihr uns das auch alles glaubt

… hier mal ein paar Bilder.

  1. Wir sind in Bei­jing ange­kom­men und am Flug­ha­fen wird noch ein wenig gebaut.
  2. Die Son­ne sieht man hier nur sel­ten, dafür umso mehr Hochhäuser.
  3. Hier leben sehr vie­le Menschen.
  4. Das Essen schmeckt pri­ma. 🙂 (links: gedüns­te­ter Mais, soll­te auch in Deutsch­land ein­ge­führt wer­den, ver­dammt lecker)

Große Mauer bei Badaling

Bezeich­nung: Gro­ße Mau­er bei Bada­ling — 八达岭长城 — bada­ling chang­cheng — Gre­at Wall at Badaling

Datum: 26. August 2006

Kar­te, Infos: Goog­le Maps, Wiki­pe­dia

Beschrei­bung: Die chi­ne­si­sche Mau­er konn­ten wir als ers­tes auf unse­rer Lis­te abha­ken, lei­der aber bei schlech­tem Wet­ter im Tou­ris­ten­zen­trum Bada­ling. Aber wir wer­den sicher­lich bei schö­ne­rem Wet­ter noch ein­mal den Weg an eines der weni­ger über­lau­fe­nen Mau­er­stü­cke finden.

Weit weg heißt auch andere Zeitzone

Nicht wun­dern also, denn wir haben die Zeit auf der Sei­te in „unse­re” Zeit umge­stellt. Für alle, die am Rech­nen sind, wir leben hier 6 Stun­den vor eurer Zeit. Wenn ihr also um acht aus eurem Schlum­mer­schlaf erwacht, ist bei uns gera­de das Mit­tag­essen vor­bei, denn es ist 14.00 Uhr.

Geld und was man dafür bekommt

Nach­dem wir ges­tern Abend bereits mit den ande­ren Zwi­ckau­er Stu­den­ten Essen waren, sind wir gera­de von unse­rem ers­ten Aus­flug zu Zweit zurück.

Waren natür­lich erfolg­reich, haben Geld abge­ho­ben und uns einen chi­ne­si­schen Gal­le­ria Kauf­hof ange­schaut. Ein­kau­fen waren wir dann aber doch hier im Super­markt auf dem Cam­pus: ein Paar Bade­lat­schen, 4 süße Crois­sants, eine gro­ße Kaf­fee­tas­se, irgend­ei­ne Mar­me­la­de, eine Wurst, ein Toast­brot und 1,25 Liter Grape Juice — für zusam­men 25 Yuan, also 2,50 Euro.

Wir sind also so lang­sam im Leben hier angekommen.

Wir sind da!

Hal­lo Welt — wir sind ange­kom­men. Ihr wer­det es kaum glau­ben, denn so rich­tig glau­ben kön­nen wir es auch noch nicht. Auf alle Fäl­le woh­nen wir jetzt in Beijing.

Alle wei­te­ren Infos noch über den Flug und so wei­ter wer­den fol­gen. Aber erst ein­mal gehen wir jetzt Essen, chi­ne­sisch Essen, rich­tig chi­ne­sisch Essen.

Deutschland ist schön

…, Chi­na aber sicher­lich auch. Des­we­gen heißt es für uns mor­gen Mit­tag erst ein­mal Abschied von Deutsch­land zu neh­men und in ein gro­ßes Aben­teu­er zu starten.

Mit Bil­dern der letz­ten Wochen ist es lei­der nichts mehr gewor­den, aber das wird in Bei­jing nachgeholt.

Vie­len Dank auch noch ein­mal auf die­sem Weg für die vie­len Glück­wün­sche, die uns erreicht haben. Wir mel­den uns dann, sobald wir ange­kom­men sind.