Archiv für den Monat: November 2006

Die erste Einzugsparty

Ges­tern war es so weit, nach der Arbeit (dem Umzug), kam das Ver­gnü­gen (die Ein­zugs­fei­er). Start war bei Ame­lie, Saskia und Olly, die sich auf schät­zungs­wei­se 100 m² nörd­lich des vier­ten Rings ein­ge­rich­tet haben.

Neben einer Woh­nungs­be­sich­ti­gung wur­de vor allem viel Essen gebo­ten, und damit die Mess­lat­te für unse­re Ein­zugs­par­ty sehr hoch gelegt. Aber zuerst sind ja noch Klaus und Eric dran, mal sehen, was da alles gebo­ten wird. 😉

Hier eini­ge Bil­der des gest­ri­gen Abend, auf die man­che in Peking sehn­süch­tig gewar­tet haben. Dar­un­ter aus­ge­wähl­te Vide­os, die rest­li­chen Mit­schnit­te wer­den wir bes­ser nur unter den Anwe­sen­den ver­tei­len. 🙂 Wer alles noch in Ori­gi­nal­qua­li­tät haben möch­te, mel­det sich ein­fach bei uns.

Video 1: Die Haus­her­ren packen das Geschenk aus.
Video 2: Zumin­dest die Mädels waren textsicher.
Video 3: Man muss der chi­ne­si­sche Schnaps lecker sein.
Video 4: Alex? Wel­cher Alex?
Video 5: Auch hier ist es schein­bar nicht so ein­fach mit dem Taxi. Zumin­dest wenn man zu fünft fah­ren möchte.

Der erste Schnee

Man hat­te es uns ja schon ange­kün­digt — auch in Bei­jing gibt es Schnee.
Da es hier aller­dings zum einen sowie­so sehr tro­cken ist und zum ande­ren die­se rie­si­ge Stadt natür­lich rela­tiv warm ist, fällt das Schnee­mann­bau­en ver­mut­lich aus. Aber falls wir es doch schaf­fen, gibt es natür­lich Bil­der davon.

Will uns da jemand ärgern?

Wir haben gera­de das fol­gen­de Bild von Caro (auch Zwickau-Beijing-Gruppe) per Sykpe bekom­men. Bei ihr sind in der letz­ten Woche gleich zwei Pake­te aus dem Wes­ten ange­kom­men, schein­bar vor allem mit viel Süßzeug.

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Da wer­den wir uns wohl mal ein­la­den müs­sen. Wobei — bes­ser nicht. Denn schon die chi­ne­si­schen Süß­wa­ren sind nicht zum „Gewicht hal­ten” geeig­net. Wenn wir auch noch par­al­lel die deut­schen Pro­duk­te ver­nich­ten, müs­sen wir schnel­ler neue Sachen kau­fen als geplant.

Nach­trag: Wie wir erfah­ren haben, war das eine Paket 8 Wochen unter­wegs, dass ande­re dage­gen nur 8 Tage. Also alles etwas unbe­re­chen­bar. Aber das ist halt China. 🙂

Ein wenig Haushalt muss auch sein

Mei­ne lie­be Tan­te hat­te ja Haus­halts­bil­der gewünscht — sowas wird natür­lich erfüllt. Und was wäre denn dazu bes­ser geeig­net, als Wäsche waschen? Maschi­ne gab es natür­lich zur Woh­nung dazu, und die­se ist auch noch in eng­lisch bezeich­net — sehr prak­tisch, denn die „Wäsche waschen” — Lek­ti­on fehlt in den Lehrbüchern.

Im Wohn­heim wur­de immer nur mit kal­tem Was­ser gewa­schen, hier kön­nen wir jetzt auch war­mes Was­ser neh­men, da gehen sicher­lich sogar noch ein paar Fle­cken mehr raus. Für war­mes Was­ser muss man nur ein paar Hebel dre­hen und schon läuft das. Aller­dings, gibt es dann auch gleich­zei­tig im Bad und auch für die WC — Spü­lung nur war­mes Was­ser, denn die hän­gen alle am glei­chen Rohr wie die Maschine.

Was das Duschen angeht, da haben wir bis­her mit der „Ein­heits­tem­pe­ra­tur” kei­ne Pro­ble­me, auf höchs­ter Flam­me ide­al. Mal sehen, wie das wird, wenn es noch ein paar Grad käl­ter ist.

Neuer HSG — Punkterekord

Ober­li­ga Her­ren Sach­sen: BC Ottendorf-Okrilla vs. HSG Mitt­wei­da I — 74 : 86
Bezirks­klas­se Her­ren Chem­nitz: HSG Mitt­wei­da II vs. Zwö­nit­zer SV — 211 : 23
Ober­li­ga Damen Sach­sen: BBV Leip­zig III vs. HSG Mitt­wei­da I — 81 : 94

Ein „nicht ganz typi­sches Ergeb­nis” ist da wohl noch unter­trie­ben. Und dass auch noch, wenn ich nicht dabei bin, denn die letz­ten bei­den Rekord­spie­le konn­te ich ja live erle­ben — in Fran­ken­au und Lim­bach, wenn ich nicht irre.

Aber trotz­dem schön, dass sich in Zwö­nitz eine Mann­schaft gefun­den hat und den Bezirks­spiel­be­trieb erwei­tert — aller Anfang ist schwer.

Von der Besichtigung bis zum Einzug in fünf Tagen

Na gut, fünf Tage sind sicher­lich noch schlag­bar, aber für uns zwei Anfän­ger in die­sem Metier schon mal nicht schlecht.

Gera­de ein­mal fünf Tage ist es also her, dass wir die­se Woh­nung ange­schaut haben, und gleich schon ver­brin­gen wir die ers­te Nacht hier.

Zuvor stan­den heu­te noch ein­mal fünf Stun­den Bad put­zen auf dem Pro­gramm und ein Groß­teil unse­rer Sachen muss­te noch umzie­hen. Jetzt sind nur noch Klei­nig­kei­ten im Wohn­heim und hier alles bereits verstaut.

So wirk­lich anders ist zwar eigent­lich nichts, aber so eine eige­ne Woh­nung ist halt doch etwas ande­res als das Aus­län­der­wohn­heim. Fühlt sich auf alle Fäl­le etwas „chi­ne­si­scher” an, und das ist sehr schön.

Wir wün­schen eine gute Nacht und wer­den ganz auf­merk­sam sein, was mir träu­men. Denn wenn ich mich rich­tig infor­mie­ren las­sen habe, dann geht doch der ers­te Traum in einer neu­en Woh­nung in Erfüllung.

Jetzt der Wohnungswechsel — Langversion

Da wir in den letz­ten Tagen lei­der immer nur Zeit hat­ten Bruch­stü­cke des Gesche­hens hier zu beschrei­ben, habe ich heu­te Nach­mit­tag mal die Zeit genutzt (Ste­fa­nie war 5 Stun­den im IKEA unter­wegs), um noch ein­mal alles zusam­men zu schreiben.

Der Stand Don­ners­tag­mit­tag war, dass wir uns eigent­lich kei­ne Woh­nun­gen mehr anschau­en und erst Ende Dezem­ber aus dem Wohn­heim aus­zie­hen woll­ten. Dann woll­ten wir in die Woh­nung von Sybil­le und Cin­dy zie­hen, die uns Ende des Jah­res lei­der in Rich­tung Shang­hai bzw. Zwi­ckau verlassen.

Doch Don­ners­tag Nach­mit­tag rief bei Ste­fa­nie ein Chi­ne­se an, der uns ger­ne eine Woh­nung zei­gen woll­te. Da er auch ein wenig Eng­lisch konn­te und sich nicht abwim­meln ließ, blieb uns nichts Ande­res übrig als für den Abend einen Ter­min zu vereinbaren.

Am Abend dann die Über­ra­schung. Denn anders als bei den Woh­nungs­be­sich­ti­gun­gen zuvor, war die­ses Mal auch der Besit­zer der Woh­nung da und alles mach­te einen sehr seriö­sen Ein­druck. Die Woh­nung schien nicht per­fekt, aber für anfäng­lich 2000 Yuan und am Ende 1900 Yuan monat­lich plus eine Monats­mie­te Ver­mitt­lungs­ge­bühr klang das schon ganz gut.

Nach „Ein­mal drü­ber schla­fen” haben wir dann am Frei­tag Nach­mit­tag zuge­sagt und am Abend auch den Ver­trag unter­schrie­ben. Der Besit­zer hat auch noch­mal ein wenig sau­ber gemacht, so dass alles schon viel freund­li­cher aussah.

Ges­tern war dann erst ein­mal ein­kau­fen ange­sagt. Das Wich­tigs­te waren Putz­mit­tel und Bett­zeug, was wir auch alles im Wum­art (chi­ne­si­scher Super­markt) und Ito Yoka­do (japa­ni­scher Super­markt) fin­den konn­ten. Danach haben wir schon mal das Wohn-/Schlafzimmer auf Vor­der­mann gebracht. Dan­ke für die Hil­fe dabei an Cin­dy und Sybille.

Heu­te nun ist Ste­fa­nie mit ihrer Deko­ra­ti­ons­be­ra­te­rin Sybil­le 🙂 für ein paar Ein­rich­tungs­ac­ce­soirs im IKEA unter­wegs, ich habe mich in der Zwi­schen­zeit mal um das Besu­cher­zim­mer geküm­mert. Die nächs­ten Tage muss am Nach­mit­tag wei­ter geputzt wer­den und unse­re gan­zen Sachen müs­sen umge­zo­gen wer­den. Wir sind ja hier zwar nur mit zwei gro­ßen Ruck­sä­cken ange­kom­men, aber mit­ler­wei­le brau­chen wir min­des­tens vier für alles. Solan­ge wer­den wir noch im Wohn­heim schla­fen, denn hier haben wir ja bis Don­ners­tag bezahlt.

Abschlie­ßend noch die ver­spro­che­nen Bil­der. Man­che Zim­mer sind noch unge­säu­bert foto­gra­fiert, also nicht erschre­cken. Sobald dann alles sau­ber und ein­ge­rich­tet ist, gibt es neue, ein­la­den­de­re Bilder.

Zwei Wochen gewartet und dann doch zu spät

Tja, so sind die Chi­ne­sen. Erst wird die Aus­fahrt mit Ste­fa­nies Wirt­schafts­kurs zwei Mal um jeweils eine Woche ver­scho­ben und dann soll es auf ein­mal ganz schnell gehen.

Näch­te Woche” hieß es also in den letz­ten bei­den Wirt­schafts­vor­le­sun­gen, wenn es um die Aus­fahrt ging. Aber nix Genau­es, kei­ne Uhr­zei­ten und auch nichts von wegen kein Wirt­schafts­kurs. Also ist die Ste­fa­nie hier kurz vor halb zwei los­ge­lau­fen, um dann an der Tür vom Klas­sen­zim­mer zu lesen, dass der Bus 13.30 abfährt.

Glück­li­cher­wei­se sind auch Chi­ne­sen nicht immer pünkt­lich, also konn­ten wir uns den Bus zumin­dest noch ein­mal anschau­en und sehen, wie er losfährt.

Aller­dings ging es nicht nur uns so, es soll wohl gera­de mal eine Euro­päe­rin in den Bus geschafft haben — dank der chi­ne­si­schen Informationspolitik.

Damit haben wir auch die­ses Wochen­en­de spon­tan frei, die­ses Mal ist die Zeit aller­dings schon ver­plant, denn wir wer­den 18:30 Uhr unse­ren Miet­ver­trag unter­schrei­ben. Bil­der und mehr Infos wer­den im Anschluss nachgereicht.