Archiv für den Monat: August 2007

Die ersten Stationen stehen fest

Die Nach­mie­ter sind ein­ge­zo­gen und mit dem Ver­mie­ter ist auch alles klar — wir kön­nen uns also so lang­sam aus Peking ver­ab­schie­den. Was lei­der noch fehlt: Das Ergeb­nis mei­nes HSK-Tests, dass wir mor­gen früh her­aus­fin­den wollen. 

Außer­dem brauch­ten wir zwei Tage, um uns von dem zehn­wö­chi­gen Rei­se­plan auf einen drei­wö­chi­gen zu beschrän­ken — es gibt ein­fach viel zu viel zu sehen. Dabei fie­len die Zwi­schen­sta­tio­nen Datong im Wes­ten von Peking und Xining am Qing­hai­see auf dem Weg nach Cheng­du weg.

Aber nun kann es los gehen, und wird es auch. Denn wir haben ges­tern gleich Tickets für drei Zug­stre­cken gekauft. Mor­gen Mit­tag geht es zunächst in nord­öst­li­che Rich­tung nach Cheng­de, von wo wir am Frei­tag nach Peking zurück­keh­ren. Hier wol­len wir dann am Sams­tag noch ein­mal unse­re „Duft­ber­gia­ner” besu­chen, bevor für Sonn­tag der end­gül­ti­ge Abschied aus Peking auf dem Plan steht.

Unse­re ers­te Sta­ti­on auf dem Weg zu unse­rem Flie­ger nach Hong­kong, der uns über Dubai nach Mün­chen bringt, wird Cheng­du sein. Die Haupt­stadt Sichu­ans ist vor allem für die dort leben­den Pan­das berühmt, aber auch eine mehr­tä­gi­ge Berg­tour hat uns im Rei­se­füh­rer schon mal angelacht. 

Die Rei­se dort­hin wird nicht wirk­lich ange­nehm wer­den, denn für den 25 Stun­den Trip nach Cheng­du (2200 km) gab es ges­tern schon nur noch „hard­sea­ter”, sozu­sa­gen Holz­klas­se. Aber so ein Nacht im Sit­zen soll­te nach einem Jahr Chi­na eine gute Abschluss­prü­fung sein. 

Ein Ausflug beendet, aber der nächste wartet schon

Nach­dem wir ges­tern mor­gen wie­der in Peking ange­kom­men sind, haben wir den Tag mit „Nach­be­rei­tung” und ein wenig Kul­tur am Abend ver­bracht. Heu­te stand vor allem ein­pa­cken auf dem Pro­gramm, was sich bei viel zu viel Sachen für viel zu wenig Frei­ge­päck als sehr zeit­rau­bend her­aus­stell­te. Gepackt haben wir aller­dings nicht für uns sel­ber, son­dern für unse­ren letz­ten Besuch, Fami­lie Wie­bel, die uns heu­te Abend gemein­sam mit 25 kg unse­rer Sachen nach Deutsch­land verlassen.

Wäh­rend des Ein­pa­ckens ist uns wie­der bewusst gewor­den, dass heu­te ein nicht ganz nor­ma­ler Tag für uns ist. Denn

1. wir sind genau vor einem Jahr, am 24. August 2006 in Peking ange­kom­men und haben somit unse­rer ers­tes Chi­na­jahr schon hin­ter uns.

2. für mich beginnt genau in einem Monat wie­der das Stu­di­um: Am 24. Sep­tem­ber 2007 steht mal wie­der Mathe­ma­tik auf dem Pro­gramm — ganz ohne Übersetzungs- und Ver­ständ­nis­pro­ble­me, zumin­dest am Anfang sicher­lich ein unge­wöhn­li­ches Gefühl.

Außer­dem gibt es auch die­se Nacht wie­der einen flie­gen­den Wech­sel, denn nur vier Stun­den bevor Wie­bels hier abhe­ben setzt bereits die Maschi­ne mit unse­ren Nach­mie­tern auf der Roll­bahn auf.

Daher haben wir für mor­gen gleich unse­ren Ver­mie­ter her­ge­be­ten um die Woh­nungs­über­ga­be über die Büh­ne zu bekom­men. Danach kön­nen wir theo­re­tisch sofort auf­bre­chen, um ein paar uns noch unbe­kann­te Orte Chi­nas zu erkun­den, wer­den uns aber ver­mut­lich noch einen oder zwei Tage zum Über­le­gen und Aus­span­nen gönnen.

P.S.: Was wir nicht ver­ges­sen wol­len — in vier Mona­ten ist Weihnachten!

Wieder festen Boden unter den Fuessen

Nach­dem wir vier Tage auf dem Chang­jiang bzw. Jangt­ze unter­wegs waren, sind wir ges­tern in Yichang wie­der an Land gegan­gen und direkt wei­ter ins schoe­ne Wuhan.

So ent­span­nend, wie wir uns die „Kreuz­fahrt” eigent­lich vor­ge­stellt hat­ten war sie aller­dings nicht, denn unter­wegs gab es auf meh­re­ren Land­ga­en­gen eini­ges zu sehen. Am beein­dru­ckens­ten war sicher­lich der Drei-Schluchten-Staudamm, des­sen Besich­ti­gung den Abschluss der Rei­se bildete.

Heu­te waren wir nur ein paar Stu­end­chen in Wuhan unter­wegs, am Mor­gen am Bahn­hof um die Kar­ten fuer unse­ren Nacht­zug mor­gen Abend zuru­eck nach Bei­jing zu kau­fen. Am Nach­mit­tag woll­ten wir eigent­lich zur Mao Zedong-Villa, die wir in dem Park am Ost­see aller­dings nicht fin­den konn­ten. Dafu­er sind wir dann am Ost­see ent­lang spa­ziert, der uns sehr an den West­see in Hang­zhou erin­nert hat.

Auch mor­gen wer­den wir es sicher­lich lang­sam ange­hen las­sen, denn in Peking steht ja dann erstein­mal auch kei­ne Erho­lung auf dem Plan, schliess­lich mues­sen wir dann schon anfan­gen unse­re Sachen zu packen, denn in einer Woche sind wir schon unse­re Woh­nung los.

Erstaunt

Als wir ges­tern mit dem Air­port Shut­tle Bus in Chong­qing ein­roll­ten, waren wir ueber­wael­tigt von die­ser gigan­ti­schen Stadt: Unza­eh­li­ge Hoch­hae­u­ser noch im Bau oder beein­dru­ckend modern, die alle zwi­schen den Fel­sen wie Pil­ze hoch­schies­sen. In der Nae­he unse­res Hotels ging es auf meh­re­ren Stras­sen ueber und neben dem Fluss entlang. 

Heu­te nut­zen wir den Tag, um noch ein paar mehr Ein­dru­ecke von Chong­qing zu sam­meln. Die viert­ae­gi­ge Boots­tour ist auch gesi­chert, am Abend 20:00 Uhr gehts an Bord und dann Rich­tung Yichang. Von dort aus wol­len wir mit dem Ueber­land­bus wei­ter nach Wuhan, wo eine wei­te­rer Besich­ti­gungs­tag ein­ge­plant ist. Der Nacht­zug bringt uns dann unge­fa­ehr am 23. August nach Bei­jing zurueck.

Schon wieder unterwegs

Bevor wir in ca. 10 Tagen end­gül­tig Peking ver­las­sen, geht es heu­te wie­der auf Rei­se. Die­ses Mal flie­gen wir nach Chon­qing in Zen­tral­chi­na, um von dort aus vier Tage lang den Yangt­ze hin­ab zu fah­ren, bis zum Drei-Schluchten-Staudamm, der nach sei­ner Fer­tig­stel­lung all die schö­nen Din­ge, die wir noch sehen wer­den, über­schwäm­men wird.

Danach machen wir noch einen kur­zen Stopp in Wuhan machen und kom­men per Zug zurück nach Peking, ver­mut­lich am 23. August. Bis dahin allen eine schö­ne Zeit.

Vier Tage Erholung an der Küste

Eigent­lich hat alles bes­tens geklappt. Wir haben uns schnell in Qing­dao zurecht gefun­den, nur lei­der mach­ten uns Wet­ter und Ver­kehr klei­ne Probleme.
Als wir am Mitt­woch von Peking star­te­ten, schien hier nach lan­ger Zeit mal wie­der die Son­ne, doch als wir in Qing­dao ein­roll­ten, reg­ne­te es hef­tig. — Schlech­ter Start für einen Bade­ur­laub. Wir kämpf­ten uns durch Men­schen­mas­sen, knö­chel­ho­he Pfüt­zen sowie stin­ken­de Taxen und waren ziem­lich ver­lo­ren in die­sem Cha­os. Ein wenig ver­zwei­felt lie­ßen wir uns auf einen inof­fi­zi­el­len Mini­bus ein. Damit kamen wir gut zum Hotel, sodass der Preis auch gut zu ver­tra­gen war. Von da an wur­de es bes­ser und besser…
[mygal=2007–08-01_05_qingdao]
Vier Tage Erho­lung an der Küs­te wei­ter­le­sen

Belohnung

Heu­te star­ten wir 11.20 Uhr mit dem Zug nach Qing­dao (rund 500 km süd­öst­lich von Peking). 

Nach schweiß­trei­ben­den Besich­ti­gungs­tou­ren durch Peking haben wir uns die vier Tage an der Küs­te des Pazi­fiks wahr­lich ver­dient. Obwohl der Wet­ter­be­richt für die ehe­ma­li­ge deut­sche Kolo­nie nicht nur Gutes ver­heißt, hof­fen wir auf schöns­tes Bade­wet­ter, denn immer­hin scheint heu­te auch in Peking seit Lan­gem mal wie­der die Sonne.

Berich­te und Bil­der wer­den nach unse­rem Rück­flug am Sonn­tag fol­gen und viel­leicht kommt einem die eine oder ande­re Bau­wei­se bekannt vor…