Archiv für den Monat: Juni 2013

Die (vorerst) letzten Prüfungen

Ich habe in mei­nem Leben schon öfter ver­mu­tet (oder gehofft), mich gera­de auf mei­ne letz­ten Prü­fun­gen vor­zu­be­rei­ten, aber bis­her waren es nie die wirk­lich letz­ten Prü­fun­gen. Aber wer weiß, viel­leicht ist es ja gera­de jetzt so weit.

Wie dem auch sei, am vor­ver­gan­ge­nen Wochen­en­de haben wir zunächst am HSK, dem offi­zi­el­len Chi­ne­sisch­spracht­test teil­ge­nom­men. Den kann man in sechs ver­schie­de­nen Stu­fen absol­vie­ren, wir haben uns an der zweit höchs­ten Stu­fe, dem HSK 5, ver­sucht. Wer Inter­es­se hat fin­det die letz­ten Prü­fun­gen hier. Auf die Ergeb­nis­se müs­sen wir aller­dings noch knapp drei Wochen warten.

In der Zwi­schen­zeit ste­hen die Prü­fun­gen an der Uni für uns an. Am Frei­tag star­tet es mit „Chi­ne­si­scher All­tags­gram­ma­tik” und nächs­te Woche fol­gen dann für Ste­fa­nie drei und für mich vier wei­te­re Fächer.

Ent­spre­chend ist auch heu­te schon unser letz­ter Unter­richts­tag. Eigent­lich scha­de, denn in die­sem Jahr ist es mit unse­ren Chi­ne­sisch­kennt­nis­sen deut­lich vor­an­ge­gan­gen. Und irgend­wie kommt da die Sor­ge auf, dass man in Zukunft wohl nicht mehr bes­ser wer­den wird, son­dern dass es nur noch dar­um geht, das aktu­el­le Wis­sen mög­lichst lang­sam zu vergessen.

Zu Besuch beim Traum der Roten Kammer

Es ist zwar schon wie­der zwei Wochen her, aber wir möch­ten noch ein paar Bil­der von unse­rem Besuch im Park der Augen­wei­de nachliefern.

Der Park ist einer der neue­ren Parks der Haupt­stadt, denn er wur­de erst 1989 als Kulis­se für eine Ver­fil­mung des klas­si­schen chi­ne­si­schen Romans „Der Traum der roten Kam­mer” erbaut. Ent­spre­chend wur­de der Park nach der Vor­la­ge eines Parks in dem Buch gebaut.

Das erste Mal Pekingoper

Die­se Woche fand bei uns an der Uni eine Kul­tur­wo­che statt und dem Namen ent­spre­chend haben wir eini­ges an chi­ne­si­scher Kul­tur gebo­ten bekom­men, von klei­nen Auf­füh­run­gen ande­rer Stu­den­ten bis zur ech­ten Pekingoper.

Ers­te Vor­bo­ten die­ser Ver­an­stal­tun­gen haben uns bereits vor zwei Wochen beschäf­tigt, als der Vor­ausscheid für die Bei­trä­ge der aus­län­di­schen Stu­den­ten statt­fand. Dafür hat­ten sowohl Ste­fa­nies als auch mei­ne Klas­se ein klei­nes Pro­gramm vor­be­rei­tet. Bei Ste­fa­nies Klas­se wur­den die ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten vor­ge­stellt, die man hier jeden Mor­gen in den ver­schie­de­nen Parks beob­ach­ten kann. In mei­ner Klas­se wur­den Aus­schnit­te von drei chi­ne­si­schen Lie­dern gesun­gen, wobei ich beim zwei­ten mehr oder weni­ger aktiv betei­ligt habe. Das Ergeb­nis war aller­dings, dass wir es bei­de nicht ins Fina­le der Stu­den­ten­bei­trä­ge geschafft haben, das daher heu­te ohne uns statt­ge­fun­den hat.

Da wir also sel­ber nicht pro­ben muss­ten, hat­ten wir aus­rei­chend Zeit uns ande­re Ver­an­stal­tun­gen anzu­schau­en. Bei der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung der Kul­tur­wo­che am Mon­tag wur­de ein sehr kurz­wei­li­ger Quer­schnitt durch die chi­ne­si­sche Kul­tur gebo­ten. Höhe­punkt war aber ges­tern der Besuch einer Peking­oper in der Huguang-Gildenhalle.

Bis­her hat­ten wir uns gegen einen Besuch bei der Peking­oper immer etwas gesträubt, einer­seits weil es sehr teu­er ist, und ande­rer­seits, weil man sowie­so nichts ver­steht. Bei­des war ges­tern jedoch anders, zum einen, weil die Hoch­schu­le ein­ge­la­den hat­te. Und zum ande­ren, weil es eine kur­ze Ein­füh­rung gab, in der uns die wich­tigs­ten Din­ge zur Peking­oper erklärt wurden.

Außer­dem wur­den zwei „stu­den­ten­freund­li­che”, recht ein­fa­che Stü­cke aus­ge­wählt, deren Inhalt man auch ganz ohne Sprach­kennt­nis­se gut ver­ste­hen konn­te. Beein­druckt hat uns vor allem das ers­te Stück, in dem auch etwas chi­ne­si­sche Kampf­kunst zu bestau­nen war.

Sommer und Regen

Wenn man drau­ßen ent­lang läuft und dabei nur ab und zu mal einen Trop­fen Was­ser abbe­kommt, dann weiß man, dass der Som­mer in Peking wirk­lich ange­kom­men ist. Denn die­se ein­zel­nen Was­ser­trop­fen kom­men von den Kli­ma­an­la­gen, die es hier eigent­lich in jeder Woh­nung gibt.

Wir sel­ber haben so lan­ge wie mög­lich ver­sucht ohne Kli­ma­an­la­ge aus zu kom­men, nicht um Geld zu spa­ren, denn die Neben­kos­ten sind bei uns alle in der Mie­te ent­hal­ten, son­dern weil es noch deut­lich wär­mer wer­den wird. Und wenn man schon bei unter 30 Grad die Kli­ma­an­la­ge anmacht, wie will man es dann bei deut­lich über 30 Grad drau­ßen aushalten?

Ges­tern war es dann aber doch so weit und wir haben unser Zim­mer etwas run­ter gekühlt, um uns auf unse­re Haus­auf­ga­ben kon­zen­trie­ren zu kön­nen. Heu­te dage­gen ist das schon wie­der nicht mehr not­wen­dig, denn es ist wie­der küh­ler geworden.

Und nicht nur das, son­dern es reg­net auch im Moment. Teil­wei­se sogar sehr stark, so stark, dass die Alarm­an­la­gen der vie­len Elek­trorol­ler durch den Nie­der­schlag ange­hen. Aber an die­se Geräusch­ku­lis­se haben wir uns schon ganz gut gewöhnt, so dass wir wohl trotz­dem schla­fen können.

Wir hof­fen mal, dass es hier nicht so lan­ge und viel reg­nen wird wie aktu­ell in Deutsch­land und dass sich auch dort die Son­ne bald mal wie­der zeigt und die Lage sich wie­der normalisiert.