Archiv für den Monat: Juli 2013

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Am Frei­tag letz­ter Woche haben wir nach fast elf Mona­ten Chi­na wie­der ver­las­sen und sind am Abend wie­der in Mitt­wei­da ange­kom­men. Damit ist eine tol­le gemein­sa­me Zeit zu Ende gegan­gen, an die wir sicher­lich noch lan­ge den­ken werden.

Wäh­rend der zwei Semes­ter an der BLCU konn­ten wir unse­re Chi­ne­sisch­kennt­nis­se wie­der reak­ti­vie­ren und deut­lich ver­bes­sern. Außer­dem haben wir eine Men­ge neue Freun­de ken­nen gelernt, zu denen wir hof­fent­lich trotz der jetzt so gro­ßen Ent­fer­nung noch lan­ge Zeit Kon­takt haben werden.

Dane­ben hat auch unser Ver­ständ­nis der Kul­tur noch ein­mal einen Sprung gemacht und wir haben eini­ge wei­te­re schö­ne Orte in die­sem rie­si­gen Land gese­hen. Aber wie nicht anders zu erwar­ten, gibt es auch noch vie­le wei­ße Fle­cken auf unse­rer Chinakarte.

Wie genau es jetzt wei­ter geht kön­nen wir lei­der noch nicht sagen. Noch ist kein Flug gebucht, aber frü­her oder spä­ter wird es uns wohl auf alle Fäl­le wie­der dort­hin ziehen.

Wir sind jetzt also wie­der zurück und ganz weit weg von Peking, trotz­dem wer­den wir ver­su­chen hier in den nächs­ten Tagen noch ein paar Ein­drü­cke aus den letz­ten Mona­ten zu notieren.

Sommerliche Wohnumgebung

Bevor wir Ende die­ser Woche wie­der nach Deutsch­land flie­gen, wol­len wir hier noch ein­mal ein paar som­mer­li­che Schnapp­schüs­se unse­rer Wohn­um­ge­bung zei­gen. Obwohl wir am Anfang — also im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res — noch mit dem Gedan­ken gespielt haben, eine ande­re Blei­be zu suchen, haben wir uns doch schnell an alles gewöhnt und füh­len uns jetzt wirk­lich sehr wohl hier.

Beson­ders schön fin­de ich, dass auf jedem klei­nen Stück­chen irgend­et­was ange­baut wird. Im Früh­jahr konn­te man sogar den ein oder ande­ren Streit um jeden begehr­ten Zen­ti­me­ter Land ver­fol­gen. Jedoch gleicht der Boden in unse­ren Augen eher dür­rem Brach­land als guter Pflan­zer­de — trotz­dem grünt und blüht es sehr schön.

Natür­lich ist es nicht mit einer deut­schen Klein­gar­ten­an­la­ge zu ver­glei­chen, doch auch unse­re Wohn­um­ge­bung hier hat, wenn auch viel­leicht nicht sofort auf den ers­ten Blick erkenn­bar, ihren Reiz.

Today Art Museum

Nach Abschluss der Prü­fun­gen haben wir uns vor­ge­nom­men noch den ein oder ande­ren Aus­flug in Peking zu machen. So stand auch das Today Art Muse­um auf dem Pro­gramm. Vor Ort stell­ten wir fest, dass es nicht nur ein Muse­um ist, son­dern dass sich die gan­ze Gegend rings­her­um zu einem Künst­ler­vier­tel mit vie­len Gale­rien, Archi­tek­tur­bü­ros und klei­nen Cafés ent­wi­ckelt hat. Im Haupt­ge­bäu­de wird chi­ne­si­sche zeit­ge­nös­si­sche Kunst aus­ge­stellt. Neben Aus­stel­lungs­ob­jek­ten, bei denen wir noch in der Lage sind unse­re eige­nen Inter­pre­ta­tio­nen zu ent­wi­ckeln, gab es auch viel abs­trak­te Kunst zu bestaunen.

Durch den monat­li­chen Kul­tur­rund­brief des Aus­wär­ti­gen Amtes sind wir auf die deutsch-chinesischen Gemein­schafts­aus­stel­lung „INVISIBLE THINGS” auf­merk­sam gewor­den. Die Aus­stel­lung wid­met sich fol­gen­dem The­ma: Was ist typisch deutsch? Was ist ori­gi­nal chi­ne­sisch? Und was pas­siert, wenn bei­des auf­ein­an­der trifft?. Dabei geht es vor allem um die „unsicht­ba­ren” Din­ge, die uns im All­tag zwar stän­dig beglei­ten, aber nicht mehr bewusst wahr­ge­nom­men werden.

In die­ser Aus­stel­lung mit All­tags­ge­gen­stän­den und Fotos ist uns erneut bewusst gewor­den, dass die Fas­zi­na­ti­on für das Frem­de auch den Blick auf das Eige­ne schärft.