Archiv für den Monat: Oktober 2013

Da bin ich

Ich bin also wie­der in Chi­na, aber Chi­na ist ja bekannt­lich ziem­lich groß, daher hier etwas genau­er in Form der Weg­be­schrei­bung zu mir:

  • Zuerst ein­mal setzt man sich in einen Flie­ger nach Peking (da kann man nichts falsch machen, da es im Moment nur einen inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen gibt).
  • Auf dem Pekin­ger Flug­ha­fen ange­kom­men, nimmt man erst den Air­port Express, dann die U‑Bahn-Linie 2 und zuletzt die U‑Bahn-Linie 4 (jeweils nach Süden) bis zum Südbahnhof.
  • Dort kauft man sich eine Fahr­kar­te nach Tian­jin. Wenn alles gut geht, kann man ein paar Minu­ten spä­ter schon los­fah­ren und nach etwas mehr als einer hal­ben Stun­de Fahrt ist man schon in der nächs­ten Millionenstadt.
  • Am Tian­ji­ner Bahn­hof geht es wie­der in die U‑Bahn, die­ses Mal die Linie 3 (wie­der nach Süden) bis zur Sta­ti­on an der Gedenk­stät­te für Zhou Enlai und sei­ne Frau (周邓纪念馆).
  • Von dort aus läuft man immer nach Nor­den, erst über zwei Ampeln, dann ist man schon auf dem Cam­pus der Nan­kai Uni­ver­si­tät, danach an der „Essens­hal­le” vor­bei und im Anschluss, leicht nach rechts ver­setzt, an einer frei­en Flä­che entlang.

Und auf ein­mal steht man, nein, nicht vor mei­ner Woh­nung, son­dern vor mei­ner Arbeits­stät­te, dem Cen­ter for Combinatorics.

Wenn man wie beschreibt „anreist”, dann hat man auch genau den Blick auf das Gebäu­de, das auch auf der Home­page des Insti­tuts zu sehen ist.

Ich sel­ber hat­te das Bild schon ziem­lich oft gese­hen, bevor ich letz­tes Jahr auf ein­mal davor stand — und jetzt gehe ich jeden Tag hin­ein. (Damit man mich auch fin­det, mein Büro ist in der drit­ten Eta­ge hin­ten links, 307–5.)

Sicher­lich gibt es auch den einen oder ande­ren der denkt, ich bin gar nicht an dem beschrie­be­nen Ort, son­dern ver­brin­ge die Zeit fau­len­zend am Strand irgend­ei­ner Süd­see­insel. Viel­leicht kann ich die­je­ni­gen ja hier­mit über­zeu­gen. Obwohl das natür­lich auch das kei­ne Garan­tie ist. 🙂

Die ersten 10 Tage

Ein­ein­halb Wochen bin ich jetzt schon hier in Tian­jin und auf­grund der rela­tiv kur­zen Zeit von nur zwei­ein­halb Mona­ten in Deutsch­land, kann ich nicht sagen, dass ich mich hier erst habe ein­le­ben müssen.

Trotz­dem, wie bei jedem Ort- und Arbeits­platz­wech­sel, sind am Anfang natür­lich erst ein­mal jede Men­ge For­ma­li­tä­ten zu erle­di­gen. Mitt­ler­wei­le habe ich einen Arbeits­aus­weis der Uni und die Chip­kar­te der Uni, mit der ich in den Mensen das Essen bezah­len kann.

Außer­dem wur­de mein Gesund­heits­zeug­nis, nach­dem ich mich noch habe rönt­gen las­sen, aner­kannt. (Wobei nie­mand auf das Rönt­gen­bild, gemacht mit einem Appa­rat von Sie­mens, geschaut hat, es hat ein­fach nur gefehlt.) Außer­dem war ich bei der ört­li­chen Poli­zei­sta­ti­on, wo ich eine Bestä­ti­gung erhal­ten habe, dass ich legal woh­ne. Nächs­te Woche kommt dann noch ein wei­te­res Schrift­stück der Uni dazu, dann soll­te alles da sein, damit mei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung bean­tragt wer­den kann.

Bei all den Sachen muss­te ich mich aller­dings nie allei­ne durch­fra­gen, denn das Insti­tut, an dem ich bin, hat jeman­den, der sich um die Post­doc küm­mert. — An sich zumin­dest, denn der ist gera­de nicht da. So hat­te sein Ver­tre­ter als ers­tes gleich mal das Ver­gnü­gen, sich um den ers­ten aus­län­di­schen Post­doc zu küm­mern. Es gibt defi­ni­tiv schö­ne­re Auf­ga­ben und ich wer­de mich sicher­lich noch irgend­wie erkennt­lich zei­gen, wenn wir alles hin­ter uns haben.

Neuer Chinaaufenthalt — neue Homepage

Naja, nicht ganz, aber am Design habe ich etwas rum­ge­spielt. Lei­der sind vie­le Sachen noch nicht wie­der aktu­ell, aber das wird in den nächs­ten Tagen. Wie hat es mein Bru­der heu­te per E‑Mail doch so schön for­mu­liert: „Müh­sam ernährt sich das Nage­tier.” In die­sem Sin­ne: „Nag, nag.”