Archiv für den Monat: Januar 2014

Treffen im Süden

In der ver­gan­ge­nen Woche hat mich Ste­fa­nie in Chi­na besucht. Oder viel­leicht soll­te ich bes­ser sagen, dass ich sie wäh­rend ihrer Dienst­rei­se in Chi­na besucht habe. Auf alle Fäl­le haben wir uns in Hang­zhou und Wenz­hou getroffen.

Tags­über hat Ste­fa­nie Fabri­ken für Kratz­bäu­me und Ähn­li­ches besucht, wäh­rend ich mir die bei­den Städ­te ange­schaut habe. Hang­zhou ist als eine der schöns­ten Städ­te Chi­nas — vie­le, auch vie­le Chi­ne­sen, sagen die schö­nes­te Stadt Chi­nas — bekannt und dem will ich auch nicht wider­spre­chen. Ich bin am West­see ent­lang gelau­fen, über die nahe gele­ge­nen Hügel gewan­dert und habe mir Tem­pel und Muse­en angeschaut.

Die Stadt Wenz­hou ist in Deutsch­land wohl eher unbe­kannt und falls doch, dann nur durch den Unfall auf der Schnell­bahn­stre­cke direkt in der Nähe. (Wir sind übri­gens bei­de auf dem Hin- und Rück­weg genau die­se Stre­cke gefah­ren.) Wenz­hou ist eine mehr oder weni­ger typi­sche Stadt an der Ost­küs­te und hat mir eigent­lich ganz gut gefallen.

Nach vier Tagen muss­ten wir dann aber wie­der von­ein­an­der Abschied neh­men. Ste­fa­nie ist über Hong­kong wie­der nach Mün­chen geflo­gen und ich bin nach einem kur­zen Stopp in Peking wie­der nach Tian­jin zurückgekehrt.

Wäh­rend der Zeit in Peking habe ich unter ande­rem dem Natio­nal­mu­se­um einen Besuch abge­stat­tet. In die­sem Muse­um war 2011 die Aus­stel­lung „Die Kunst der Auf­klä­rung” zu sehen, zu der es eini­ge Kon­tro­ver­sen in Deutsch­land gab. Bei mei­nem Besuch gab es neben den ver­schie­de­nen chi­ne­si­schen Dau­er­aus­stel­lun­gen auch flä­mi­sche Male­rei und Expo­na­te des Lou­vre über die Zivi­li­sa­tio­nen rund ums Mit­tel­meer zu sehen.

Ich bin wieder in Tianjin, aber fast allein

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch bin ich über Peking wie­der in Tin­jin ange­kom­men. Wäh­rend sich in Deutsch­land nach den Fest­ta­gen der All­tag gera­de wie­der ein­ge­stellt hat, ist hier nicht zu über­se­hen, dass die Fei­er­lich­kei­ten noch bevor stehen.

Mehr als an jeder Wer­bung merkt man dass dar­an was fehlt, und zwar die Men­schen in der Stadt und ganz beson­ders auch die Stu­den­ten auf dem Cam­pus. Deren Semes­ter hat näm­lich in der Woche bevor ich zurück gekehrt bin geen­det und sie sind vie­le ande­re auch in ihre Hei­mat gefah­ren um das Früh­lings­fest mit ihren Fami­li­en zu verbringen.

Daher sind auch schon vie­le der Geschäf­te auf dem Cam­pus geschlos­sen und ich muss sowohl beim Früh­stück als auch bei Mittag- und Abend­essen von mei­nen bis­he­ri­gen Gewohn­hei­ten abwei­chen. Aber so pro­biert man mal wie­der etwas neues.

Auch mein Pro­fes­sor und mei­ne Kol­le­gen sind bereits auf Hei­mat­ur­laub bzw. einer mei­ner Kol­le­gen hält sich für einen For­schungs­auf­ent­halt in Öster­reich auf. (Wäh­rend ich sowohl das west­li­che als auch das chi­ne­si­sche Neu­jahr fei­ern konn­te bzw. wer­den kann, ver­passt er beides.)

Es gab auch noch eine klei­ne Über­ra­schung für mich im Insti­tut, denn neben mei­ner Tür hängt jetzt ein Namen­s­child. Aber in den nächs­ten Wochen wird mich wohl nie­mand am Insti­tut suchen.